Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
44 Organisationen stellen gegliedertes Schulsystem in Frage
Forum Bildungspolitik in Bayern richtet Petition an den Landtag und positioniert sich gegen das starre Festhalten am gegliederten Schulsystem
Mehr zu: Bayern, Schulstruktur, Schulwahl, Sitzenbleiben, Schule44 Mitgliedsorganisationen des Forums Bildungspolitik in Bayern haben sich in einer Petition an den Bayerischen Landtag gegen das starre Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem in Bayern ausgesprochen. Sie bilden nahezu das gesamte bildungspolitische Spektrum des Freistaats ab.
In Forum werden derzeit weit über zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger vertreten, es wurde vor 20 Jahren gegründet. Zu den Mitgliedsorganisationen zählen beispielsweise der Landesverband Bayern der Deutschen Caritas oder der Landesverband Bayern des Deutschen Kinderschutzbundes. "Ein solcher Konsens in einer seit Jahren strittigen und polarisierenden Frage hat besonderes Gewicht", erklärte Wenzel heute in München. Die Luft für die Bayerische Staatsregierung werde dünner. Der Druck aus der Bevölkerung nehme zu. Wenzel bezeichnete es als schul- und bildungspolitischen Fehler, angesichts des demografischen Wandels und des veränderten Schulwahlverhaltens strikt an antiquierten Strukturen festzuhalten. "Die Schulen brauchen mehr Freiheit und Gestaltungsmöglichkeiten." Es wäre ein folgenschwerer Fehler, wenn die Staatsregierung dieses eindeutige Signal ignorieren würde.
Kinder werden nicht besser gefördert, wenn sie möglichst früh auf verschiedene Schularten verteilt werden. Diese Sichtweise ist nach Auffassung des Forums ein Dogma, das überkommen und inzwischen auch von unzähligen wissenschaftlichen Studien widerlegt ist. "Das frühzeitige Aussortieren von Kindern zementiere viel eher die Nachteile ungleicher Startbedingungen, ohne in nennenswertem Umfang Spitzenleistungen garantieren zu können", sagte Wenzel. Die Lösung liege in wohnortnahen schulischen Angeboten. Es gehe nicht um die Verordnung einheitlicher Schulmodelle, sondern vielmehr um Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort: Schulträger, Pädagogen, Eltern und Kommunen sollten jede erdenkliche Unterstützung bekommen, um eine Schule nach ihren Bedürfnissen entwickeln zu können.
In der Petition fordern die 44 Mitgliedsorganisationen:
Schulversuche, die von den traditionellen Schularten abweichen,
mehr Mitbestimmung in der Schule und für die einzelne Schule,
Entscheidung der Eltern über die weiterführende Schulart,
Abschaffen des Sitzenbleibens,
mehr Personal und mehr Mittel für guten Unterricht.
"Wir verstehen die Petition als einen Appell an die bayerischen Bildungspolitiker, Schulentwicklung von der Basis her zuzulassen", betonte Wenzel.
Die Petition ist auf der Website des Forums Bildungspolitik in Bayern unter
www.forum-bildungspolitik.de/download/pet_schulstruktur_11_07_12.pdf zu finden.
Weitere Informationen zum Forum Bildungspolitik in Bayern sind unter unter:
www.forum-bildungspolitik.de nachzulesen.
Ansprechpartner
Es ist immer schwer, jemand für etwas Neues zu gewinnen, der das Alte noch nicht kann. In den letzten Jahren haben wir da z.B. gesehen: Wer G 9 nicht kann, kann auch G 8 nicht.
Der DRUCK wächst und das nehmen alle als sebstverständlich hin. Dabei kann ein Blinder nicht übersehen, dass DRUCK den Menschen und die Probleme KOMPRIMIERT. Das ist das exakte Gegenteil von LÖSUNG. Unter DRUCK wächst nichts. Druck drückt nieder und bremst und quält die Kräfte.
In der neuen Ich-kann-Schule gilt das SOG-Prinzip.
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Mit Sog lassen sich die Kräfte punktgenau lenken.
Mühelos.
Und das geht in jedem "Schulsystem" und noch besser im realen Leben.
Es geht kinderleicht; ich kann es vormachen, ggf. auch Schulministern.
Ich kann mir aber auch die SATIRE aus der Distanz anschauen, wenn ich nicht gertade Besseres zu tun habe.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
Ich-kann-Schule-Lehrer
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