Stiftung Jugend forscht e.V.
Jugend forscht Sieger auf der A+A 2011 in Düsseldorf
Preisträger der 46. Wettbewerbsrunde zeigen ihre innovativen Ideen rund um das Thema Arbeitssicherheit
Mehr zu: Auszeichnungen, Jugend forscht, MINT-Fächer, Naturwissenschaften, Wettbewerbe, SonderthemenDrei talentierte Jungforscherinnen und Jungforscher zeigen ab morgen ihre prämierten Arbeiten auf der internationalen Fachmesse für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (A+A) in Düsseldorf. Am Stand der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Halle 10 präsentieren die Jugend forscht Sieger ihre Projekte Besuchern aus aller Welt. Die weltweit größte Fachausstellung für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit findet vom 18. bis 21. Oktober 2011 in der Messe Düsseldorf statt.
Sonja Sternkopf und Luka Rebekka Döring vom Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim präsentieren ihre selbst entwickelte ergonomische Lebensmittelbedientheke. Im Supermarkt werden frischer Fisch, Fleisch oder Käse in Glasvitrinen präsentiert. Das Verkaufspersonal muss sich immer wieder tief bücken, um den Kunden die Ware aus der Auslage zu reichen. Diese Bewegungen belasten die Wirbelsäule und können sie dauerhaft schädigen. Die beiden 17-jährigen Jungforscherinnen entwickelten einen motorbetriebenen Karussell-Thekeneinsatz und eine neuartige Thekenlandschaft, mit der sich die Lebensmittel in eine Position bringen lassen, die eine rückenschonende Entnahme ermöglicht. Die ersten Marktleiter von Lebensmittelgeschäften haben bereits Interesse an der ergonomischen Lebensmitteltheke bekundet, die von den beiden Schülerinnen zum Patent angemeldet wurde. Für ihre innovative Arbeit wurden sie beim diesjährigen Landeswettbewerb in Hessen mit dem 1. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt ausgezeichnet.
Wer beim Treppensteigen den Handlauf nicht benutzt, lebt unter Umständen gefährlich: Die Menschen stolpern oder rutschen aus. Karsten Kröper (18) vom Bergwerk Saar in Ensdorf konstruierte eine elektronische Handlaufüberwachung, die sicherstellen soll, dass sich die Mitarbeiter zu ihrer eigenen Sicherheit am Geländer festhalten. Ihre Anlage prüft automatisch mit Lichtschranke und Bewegungsmelder, ob Personen beim Treppensteigen das Geländer benutzen. Gegebenenfalls werden sie per Licht- und Tonsignal dazu ermahnt. Auf diese Weise möchte der Jungforscher einen Erziehungseffekt erzielen, der zur Sicherheit beiträgt und Unfälle vermeiden hilft. Beim saarländischen Landeswettbewerb im Frühjahr 2011 erhielt der Auszubildende den 1. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt.
"Wir verfolgen seit Langem das Ziel, erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler über die Wettbewerbsteilnahme hinaus zu fördern", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. "Für die Jugendlichen ist die A+A eine exzellente Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen."
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