GEW Hamburg
Proteste erfolgreich – Senat nimmt Kürzungen zurück
GEW fordert Ausbau statt Stagnation der Mittel
Mehr zu: Bildungsausgaben, Hamburg, Hochschulpakt, Hochschule"Was nach Absicherung klingt, ist nichts weiter als eine auf neun Jahre festgeschriebene Stagnation", kommentiert Fredrik Dehnerdt den heute von Wissenschaftssenatorin Stapelfeldt und dem Präsidenten der Universität, Lenzen, unterzeichneten so genannten Zukunftspakt, der bis 2020 finanzielle Planungssicherheit vorsieht.
"Immerhin", so der Vorsitzende der Fachgruppe Hochschule und Forschung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, "ist es mit einem monatelangen Protestmarathon gelungen, den Senat zum Umlenken zu bewegen." Die von der Hamburger Regierung angekündigten fünf- bis zehnprozentigen Kürzungen im Hochschulbereich seien vom Tisch. "Aber das reicht nicht", so Dehnerdt. "Der Blick auf die Zahlen verrät, dass sich im ´Zukunftspakt` bis 2020 ein stetiges Minus für den Haushalt der Universität verbirgt, wenn man die jährliche Kostensteigerung von 2,5 Prozent einberechnet."
In einem so genannten ´Zukunftspakt`, den die Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Dorothee Stapelfeldt, und der Präsident der Universität Hamburg, Dieter Lenzen, am Freitag, den 21. Oktober 2011 vereinbart haben, wird der Haushalt der Universität bis 2020 auf 280 Millionen Euro festgelegt und ein jährlicher Aufwuchs von 0,88 Prozent festgeschrieben. Dies entspricht ihrem Haushaltszuschuss in 2010, der Kompensation aus den Studiengebührenmitteln sowie weiteren Mitteln, die die Universität bisher erhielt.
"Mit diesen Plänen kann niemand zufrieden sein, dem die Entwicklung der Hochschulen in Hamburg am Herzen liegt. Wir erwarten, dass der Senat die Hochschulen aus der neunjährigen Stagnation der Mittel befreit, und den Haushalt der Hamburger Hochschulen nachfrage- und bedarfsgerecht ausbaut", so Dehnerdt.
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