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Pressemeldung
GEW Baden-Württemberg
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Grün-rot will Kinder früher nach Hause schicken

GEW: Landesregierung will mehrere hundert Stellen streichen

Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungsausgaben, Unterrichtsausfall, Unterrichtsversorgung, Schule
Stuttgart, 25.10.2011 -

Die Bildungsgewerkschaft GEW warnt vor massivem Unterrichtsausfall im nächsten Jahr, wenn sich die Sparkommissare in der Landesregierung durchsetzen und Gelder für Krankheitsvertretungen streichen.

"Ich erwarte von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Finanzminister Nils Schmid eine klare Aussage, ob sie die so genannten Schöpfmittel antasten wollen. Wenn die Landesregierung die Idee umsetzt und diese Gelder für Krankheitsvertretungen kürzt, können sich die Eltern schon einmal darauf einstellen, dass ihre Kinder im nächsten Jahr regelmäßig früher als erwartet vor der Haustüre stehen", sagte am Dienstag (25.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Nach den Informationen der GEW sind Streichungen im Umfang von mindestens 600 Stellen geplant. Krankheitsvertretungen werden aus der festen Lehrerreserve von 1.266 Stellen, Mitteln für Krankheitsvertretungen und den so genannten Schöpfmitteln bereit gestellt. Diese Schöpfmittel betrugen in den vergangenen Jahren jeweils rund 65 Millionen. Sie entstehen zum Beispiel dadurch, dass eine Lehrerin in Elternzeit geht und die Gelder, die für ihre Stelle eingeplant waren, frei werden und für Vertretungen eingesetzt werden können.

Die GEW kündigte heftige Proteste von Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen an. "Gute Bildung ist teuer. Schlechte Bildung ist so teuer, dass wir sie uns nicht leisten können. Und schlechte Bildung würde die Landesregierung spätestens bei der nächsten Wahl teuer bezahlen müssen", sagte Moritz.

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