Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
"Science Slam": Wissenschaft in zehn Minuten
Staatssekretär Jung eröffnet im Forum Wissenschaft + Kunst den ersten Forscherwettstreit in Wiesbaden
Mehr zu: Berufsorientierung, Forschung, Hessen, Postdocs, Studienwahl, HochschuleVerstehen und Verständlichkeit wissenschaftlicher Texte das Thema seiner Promotion hat den Darmstädter Psychologen und Schriftsteller Dr. Alexander Deppert alias Alex Dreppec seither nicht mehr losgelassen. Ende 2006 rief der Verständlichkeitsforscher in der Wissenschaftsstadt Darmstadt den ersten Science Slam ins Leben, und erfand damit ein Vortragsformat nach Art des Poetry Slam, das die Kommunikationsfähigkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses fördert und einem Laien-Publikum die Inhalte wissenschaftlicher Arbeiten unterhaltsam vermittelt. Inzwischen finden in mehr als 20 deutschen Städten solche Wissenschaftsturniere statt, darunter in der Universitätsstadt Braunschweig, in der 2010 auch die erste deutsche Meisterschaft veranstaltet wurde. Den ersten Forscherwettstreit in Wiesbaden eröffnet Staatssekretär Ingmar Jung am Dienstag, 8. November um 19.30 Uhr im Forum Wissenschaft + Kunst.
Auf der Bühne des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst buhlen Spitzenkräfte der Science-Szene um die Gunst des Publikums. In jeweils etwa zehnminütigen Vorträgen werden der Maschinenbauer Martin Buchholz, die Biologin Daniela Szymanski, der Historiker Fabian Oberfahrenhorst und der Informatiker Prof. Michael Massoth mit Auszügen ihrer selbst verfassten Forschungsarbeiten gegeneinander antreten. Sie alle haben bereits zahlreiche Forscherturniere gewonnen Martin Buchholz schaffte es bereits zum Deutschen Meister. Bei dem Wettstreit geht es um Inhalt und rhetorisches Geschick, darum, die Zuhörer einzufangen und zum Lachen zu bringen. Am Ende kürt das Publikum den Sieger, der traditionell mit einer kuriosen Slam-Trophäe ausgezeichnet wird: Staatssekretär Jung wird den Hessen-Champignon überreichen.
Moderiert wird der Science Slam von Alex Dreppec, der bereits zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten veröffentlicht hat. 2004 wurde ihm der Wilhelm-Busch-Preis verliehen. Diese Auszeichnung für satirische und humoristische Verdichtung hatte 2007 auch der Grandseigneur des deutschen Humors, Vicco von Bülow alias Loriot, erhalten.
Die Veranstaltung findet statt im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (Rheinstraße 23-25 in 65185 Wiesbaden). Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Weitere Informationen im Internet unter www.forum-wissenschaft-und-kunst.de sowie auf Facebook unter www.facebook.com/ForumWissenschaftundKunst.
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