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Hessen

Start des Innovationspreises Berufliche Bildung 2012 "Ausbildung und Verantwortung für die regionale Wirtschaft"

Kultusministerin Dorothea Henzler würdigt das Engagement der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU)

Mehr zu: Auszeichnungen, Duale Ausbildung, Hessen, Public Private Partnership, Wettbewerbe, Berufliche Bildung
Wiesbaden, 09.11.2011 -

Anlässlich des Starts des Innovationspreises Berufliche Bildung 2012 "Ausbildung und Verantwortung für die regionale Wirtschaft" würdigte Kultusministerin Dorothea Henzler heute in Frankfurt das Engagement der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) für den Bildungsstandort Hessen.

"Kooperationen mit der Wirtschaft sind ein wichtiger und guter Weg, Schulen und Betriebe miteinander zu verzahnen. Das Engagement der VhU, die regelmäßig zur Förderung von Innovationen in den beruflichen Schulen diesen Innovationspreis auslobt, möchte ich ausdrücklich würdigen, leistet dieser Innovationspreis doch auch einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung und zur Außendarstellung unserer beruflichen Schulen", sagte Henzler in ihrem Grußwort. In diesem Zusammenhang wies die Kultusministerin auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen der VhU und dem Hessischen Kultusministerium im Modellprojekt "Virtuelles Lernen an beruflichen Schulen" (VilBe) hin. "Ein zukunftsweisendes Projekt, welches an den beteiligten Schulen zu einem regelrechten Entwicklungsschub geführt hat", so die Ministerin.

Ihr sei wichtig, so Henzler, dass bei jungen Menschen für eine berufliche Orientierung zunächst eine sehr qualifizierte Beratungsleistung im Vordergrund stehen müsse. "Die Bereitstellung und Vermittlung von Ausbildungsplätzen ist wichtig, zuvor muss allerdings den jungen Menschen das Spektrum der Berufswelt eröffnet werden und sie müssen entsprechend ihren Fähigkeiten, Neigungen und Wünschen ein zu ihnen passendes Berufsfeld finden", sagte Henzler. In diesem Punkt sei das Hessische Kultusministerium mit der Mittelstufenschule innovativ tätig gewesen. "Wir haben unter grundsätzlicher Beibehaltung des bewährten dreigliedrigen Schulsystems dafür gesorgt, dass alle Schülerinnen und Schüler aus dem neuen praxisorientierten Bildungsgang, der zunächst zum Hauptschulabschluss führt, ab der Klasse 8 einen Tag in der Woche in einer beruflichen Schule unterrichtet werden, um dort eine berufsbereichsbezogene Orientierung und Grundbildung zu erhalten. Und dies nah an der Praxis und im Hinblick auf die Erfordernisse einer Ausbildung im dualen System", sagte Henzler.

Die beruflichen Schulen seien hervorragend für die Kooperation mit den Mittelstufenschulen geeignet. "Innovationen gegenüber waren und sind die beruflichen Schulen immer aufgeschlossen. Der Weg zur selbstständigen beruflichen Schule, den immer mehr berufliche Schulen beschreiten, unterstützt diese Grundhaltung. Durch die moderne didaktische Orientierung an Konzepten des selbstgesteuerten Lernens, unterstützt durch Formen virtuellen Lernens, durch die zunehmende Gestaltungsfreiheit hinsichtlich des Schulbudgets und nicht zuletzt durch ein Mehr an rechtlicher Selbstständigkeit können die beruflichen Schulen in Hessen Innovationen noch besser und effektiver planen und umsetzen", sagte Henzler. Die beruflichen Schulen hielten ein am regionalen Bedarf orientiertes Angebot an verschiedenen Bildungsangeboten vor, um Jugendliche und auch Erwachsene für die verschiedenen Bereiche des Arbeitsmarktes zu qualifizieren und auch die notwendige Berufsorientierung zu leisten.

Der Innovationspreis Berufliche Bildung 2012 "Ausbildung und Verantwortung für die regionale Wirtschaft" sei deshalb bei den beruflichen Schulen gut angesiedelt. "Ich konnte mich von den kreativen und guten Innovationskonzepten des letzten Wettbewerbs überzeugen. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf die Ergebnisse dieses Durchgangs. In diesem Jahr steht der Innovationspreis unter dem Titel ´Ausbildung und Verantwortung für die regionale Wirtschaft´. Lassen Sie mich hier zwei Aspekte beleuchten: Einmal die Verantwortung der beruflichen Schulen für die regionale Wirtschaft, aber auch die Verantwortung der Wirtschaft für die regionalen Schulen - denn Wirtschaft und berufliche Schule sind die Partner im dualen System der Berufsausbildung, von deren Kooperation der Ausbildungserfolg und damit auch die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in der Region abhängt", sagte Henzler.

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