Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Bayern fördert Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe mit rund 32,5 Millionen Euro jährlich - keine Kürzung staatlicher Zuschüsse
Altenpflegeschulen können sicherer planen - Gesamtkonzept zur Finanzierung mit Trägern erarbeitet - Umsetzung ab 2012
Mehr zu: Bayern, Berufsfachschule, Bildungsausgaben, Spaenle, Berufliche Bildung"Junge Leute in Ausbildung an den bayerischen Altenpflegeschulen nehmen durch die Pflege alter Menschen eine anspruchsvolle und wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr. Darum werde ich mich in den Verhandlungen zum kommenden Doppelhaushalt dafür einsetzen, dass die Finanzierung der Altenpflegeschulen aufgestockt wird", betont Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Ziel aller weiteren Bestrebungen sei es, die Auszubildenden in den Berufen Altenpflege und Altenpflegehilfe so wenig wie möglich mit Schulgeld zu belasten. An über einem Drittel aller Altenpflegefachschulen sei dies bereits heute der Fall.
Erste wichtige Schritte seien hier bereits gemacht: Gemeinsam mit den Trägern der Berufsfachschulen hatte eine interministerielle Arbeitsgruppe auf Initiative der Bayerischen Staatregierung im ersten Halbjahr 2011 ein neues Gesamtkonzept zur Finanzierung der Berufsfachschulen für Altenpflege bzw. Altenpflegehilfe erarbeitet. Dieses soll zum 1.1.2012 in Kraft treten. Mit dem Konzept erhalten die Schulen mehr Planungssicherheit.
Die Finanzierung gestaltet sich demnach zukünftig wie folgt:
- Betriebskostenzuschüsse von dann 100 % statt bisher 79 %,
- einem Schulgeldersatz von 80 € je Schüler und Unterrichtsmonat - wie bisher
- einem klassenbezogenen Zuschuss von 19.000 €. Dieser wird für Klassen mit 13 oder mehr Schülerinnen und Schüler entrichtet. Kleinere Klassen erhalten Zuschüsse in etwas verringerter Höhe. Diese Regelung ersetzt den bisherigen freiwilligen Schulgeldausgleich pro Schüler und Unterrichtsmonat von 150 Euro.
Die Orientierung der Finanzierung an den Klassen anstelle der Schülerzahl bietet den Altenpflegeschulen eine höhere Planungssicherheit, über deren Notwendigkeit sich alle Beteiligte einig sind.
Im Schuljahr 2010/11 besuchten 8.321 Schülerinnen und Schüler bayerische Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe, davon 7.804 eine Schule in privater Trägerschaft.
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