Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Kultusminister Stephan Dorgerloh gratuliert Schülerinnen zu drittem Platz in Bundesgeschichtswettbewerb
Mehr zu: Geschichtsunterricht, Sachsen-Anhalt, Wettbewerbe, SchuleKultusminister Stephan Dorgerloh hat heute vier Schülerinnen aus Dessau-Roßlau gratuliert, die Sachsen-Anhalt im Bundesfinale des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten erfolgreich vertreten haben. Pia Hofe, Lisa Kachel, Janine Kurek und Lisanne Chantal Lyschik vom Gymnasium "Philanthropinum" in Dessau erreichten mit ihrem Wettbewerbsbeitrag "Wie 1961 aus einem einfachen Spaß ein handfester Schulskandal gemacht wurde" einen dritten Platz.
"Die vier Schülerinnen haben nicht nur ihrer Schule, sondern auch unserem Bundesland eine große Ehre gemacht", sagt Kultusminister Stephan Dorgerloh. "Sie arbeiteten mit beachtlichem Zeit- und Rechercheaufwand einen Skandal aus der jüngeren Geschichte auf." Dorgerloh ergänzte: "Solche geschichtlichen Ereignisse bedürfen der sorgfältigen Erinnerung, damit sie nicht verklärt, verfälscht oder gar vergessen werden."
Die Arbeit der Schülerinnen beschäftigte sich mit einem spontanen Faschingsumzug Dessauer Schülerinnen und Schüler im Jahr 1961. Das lustige Treiben wurde als Ausschreitung an die SED-Kreisleitung weitergegeben, nach einem Bericht des RIAS in Westberlin wurde der Schülerspaß gar als politische Demonstration umgedeutet. Um den Faschingsumzug zu rekonstruieren und die Folgen für Schüler und Lehrkräfte darzustellen, nutzten die Schülerinnen u.a. das schuleigene Archiv sowie das Stadtarchiv und die BStU-Regionalstelle in Halle. Außerdem sprachen sie mit Zeitzeugen und werteten Medienberichte aus.
Mit ihrem Beitrag hatten die damaligen Siebtklässlerinnen, die von Geschichtslehrer René Münzberg betreut wurden, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern von drei weiteren Schulen bereits das Landesfinale im Juni 2011 gewonnen. Der von der Körber-Stiftung initiierte Geschichtswettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto "Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte".
Im Bundesfinale wählte die vierzehnköpfige Jury, die u.a. mit Personen aus dem Wissenschafts- und Schulbereich besetzt ist, aus 230 Beiträgen 50 aus. Fünf dieser Beiträge erreichten den ersten Platz, weitere 15 wurden mit Platz zwei ausgezeichnet und 30 Teilnehmer schafften den Bronzerang.
Der Geschichtswettbewerb wird auf zwei Ebenen im Zweijahresrhythmus ausgetragen. Zuerst findet in allen teilnehmenden Bundesländern ein Landesfinale statt. Die Sieger bestreiten das Bundesfinale.
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