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Auszeichnungen

Professor Dr. Harald Lesch ist "Hochschullehrer des Jahres"

Kempen: "Sympathieträger und Botschafter für die Wissenschaft"

Mehr zu: Auszeichnungen, Hochschullehre, Hochschule
Bonn, 28.11.2011 -

Professor Dr. Harald Lesch, seit 1995 Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Ludwig-Maximilians-Universität München und seit 2002 Lehrbeauftragter Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie (SJ) in München, wird die diesjährige Auszeichnung "Hochschullehrer des Jahres" zugesprochen.

"Kollege Lesch ist ein Sympathieträger und Botschafter für die Wissenschaft und die Faszination, die von ihr ausgeht. Es gelingt ihm mühelos, Brücken zwischen Geistes- und Natur-wissenschaften zu schlagen und Einsichten in Zusammenhänge der Welt zu vermitteln. Als Wissenschaftsmoderator zahlreicher TV-Formate bei BR-alpha, ZDF und zdf_neo vermag er als Hochschullehrer seit nunmehr 13 Jahren ein Millionenpublikum für das Abenteuer Forschung zu begeistern und die Faszination Wissenschaft auch für Laien spürbar werden zu lassen", erläuterte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Dr. Bernhard Kempen, die Entscheidung. Lesch habe sich dadurch in herausragender Weise um das Ansehen des Wissenschaftler- und Professorenberufes in der Öffentlichkeit verdient gemacht.

Der Preis "Hochschullehrer/-in des Jahres", der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co.KG vergeben wird, ist erstmals im Jahr 2006 an den Direktor der Universitätsaugenklinik Rostock, Professor Dr. Rudolf Guthoff, für seinen unermüdlichen Einsatz zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Demokratischen Republik Kongo verliehen worden. 2007 wurde Professor Dr. Werner Franke vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg für seinen couragierten langjährigen Kampf gegen Doping im Leistungssport ausgezeichnet. Im Jahr 2008 wurde Frau Professor Dr. Katja Windt von der Jacobs-University Bremen gewürdigt, die als Professorin und Mutter dreier Kinder in vorbildlicher Weise wissenschaftliche Karriere in der Männerdomäne Ingenieurwissenschaften mit der Elternschaft zu verbinden weiß. 2009 erhielt Frau Professor Dr. Heather Cameron von der Freien Universität Berlin für ihr Engagement im Rahmen von Boxgirls International die höchste Auszeichnung der Ber ufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, weil mit dem Projekt sozial benachteiligte junge Frauen zur gesellschaftlichen Teilhabe ermutigt werden. Zuletzt wurde der Restaurator Professor Erwin Emmerling von der Technischen Universität München geehrt, der sich mit Leib und Seele für den Erhalt von Kulturdenkmälern, insbesondere in Afghanistan, engagiert.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird Professor Lesch am 19. März 2012 im Rahmen der vierten Gala der deutschen Wissenschaft in Hannover verliehen, auf der auch academics - das von der ZEIT und der Zeitschrift "Forschung & Lehre" getragene Karriereportal für die Wissenschaft - den Preis für den/die "Nachwuchswissenschaftler/-in des Jahres" vergeben wird. Die mit 2.000 Euro prämierte Auszeichnung erhält der Physiker Dr. Moritz Riede von der Technischen Universität Dresden für seine Forschungsleistungen und sein Engagement für erneuerbare Energien und die soziale Verantwortung von Wissenschaftlern in der Gesellschaft.

Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit über 26.000 Mitgliedern.

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1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Dipl.-Ing. Norbert Derksen, am 01.12.2011, 20:59

Ausgerechnet dem an verbaler Inkontinenz leidenden TV-Professor Harald Lesch wird die Auszeichnung „Hochschullehrer des Jahres 2012“ zuteil. Da kann man nur noch den Kopf schütteln, offenbart doch der Preisträger mit seinem vehementen Eintreten für die Relativitätstheorie seine erschreckende Ahnungslosigkeit, vorausgesetzt, er ist tatsächlich überzeugt von dem, was er da vollmundig in die Welt hinausposaunt, und plappert nicht einfach aus schnödem Opportunismus dummes Zeug nach. Die eklatante Fehleinschätzung des Deutschen Hochschulverbandes beleuchtet eindrucksvoll die ganze Verwahrlosung der Wissenschaft, des Bildungssystems und der kompletten Medienlandschaft mit der Folge, daß insbesondere die Generation „Doof“ dem maßlos überschätzten Vereinfacher an den Lippen hängt. Dazu paßt ausgezeichnet der Kalenderspruch des französischen Philosophen, Schriftstellers und Essayisten André Glucksmann, geboren am 19. Juni 1937 in Boulogne-Billancour: »Jede Dummheit findet einen, der sie macht.«


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