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Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftsministerin Schulze: Eigenes Fachprogramm für Frauen in der Wissenschaft

Expertinnen und Experten diskutieren Erfolge in EU-Förderprogrammen

Mehr zu: Forschung, Gleichstellung, Nordrhein-Westfalen, Hochschule
Düsseldorf, 28.11.2011 -

Für ein eigenes Fachprogramm für Frauen in der Wissenschaft hat sich heute Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am Rande einer Expertendiskussion in Düsseldorf stark gemacht:

"Ich will mehr qualifizierte und engagierte Wissenschaftlerinnen in den Hörsälen, Laboren und im Wissenschaftsmanagement. Wir arbeiten derzeit an einem Paket, um gute Frauen in der Wissenschaft stärker zu unterstützen." Geplant ist ein Fachprogramm, mit dem junge Nachwuchsforscherinnen, Forschungsvorhaben im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung und strukturelle Maßnahmen an einzelnen Hochschulen gefördert werden sollen. Das Gesamtpaket soll Anfang 2012 vorgestellt werden. "Institutionen, die Geschlechtergerechtigkeit und Diversity betonen, erhöhen damit zugleich ihre Qualität", sagte Schulze. "Deshalb ist für mich Frauenförderung Teil einer Qualitätsoffensive an den Hochschulen."

Bei der heutigen Expertendiskussion "Erfolgreich forschen in Europa" stand die ungleiche Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am siebten EU-Forschungsrahmenprogramm im Mittelpunkt: Zur Halbzeit des siebten EU-Forschungsrahmenprogramms sind erst rund ein Viertel Forscherinnen an dem Programm beteiligt. Im Vergleich mit Forscherinnen anderer europäischer Ländern sind auffällig wenige Forscherinnen aus Deutschland an den Förderprogrammen der EU beteiligt. Sie stehen im europaweiten Ländervergleich nur an drittletzter Stelle.

Der im Vorjahr erstmalig vorgelegte Gender-Report des Netzwerks Frauenforschung hatte zudem gezeigt, dass der Anteil der Hochschulabsolventinnen mit 52 Prozent zwar über dem ihrer männlichen Kommilitonen liegt, bei den universitären Spitzenpositionen es aber immer noch klaren Aufholbedarf gibt. Der Frauenanteil in den Rektoraten beträgt 19 Prozent, in den Leitungsgremien der Fakultäten und Fachbereiche elf Prozent.

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