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Letzte Änderung: 26.05.2012, 10:55
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Studentengeneration 2.0

Kinderwunsch, Karrierestreben und Internetaffinität

Allensbach-Studie über die Studierendengeneration 2.0

Mehr zu: Gleichstellung, Kooperationsverbot, Medienkompetenz, Hochschule
Bonn, 30.11.2011 -

Die heutigen Studentinnen und Studenten legen mehr Wert auf Karriere und Kinder als ihre Kommilitonen im Jahr 2000. Studentinnen würden dem beruflichen Erfolg mit 73 Prozent inzwischen sogar mehr Bedeutung zumessen als ihre männlichen Kommilitonen mit 68 Prozent. 55 Prozent der Studentinnen und 42 Prozent der Studenten erachteten eigene Kinder als wichtig und erstrebenswert. Im Jahr 2000 hatten dies nur 43 Prozent der Studentinnen und lediglich 30 Prozent der Studenten so gesehen. Dies sind Ergebnisse einer Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach, die auf Befragungen mit 30.000 Personen, darunter 1.000 Studierenden, beruht und deren Ergebnisse exklusiv in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre" veröffentlicht werden.

Das im Vergleich zur Gesamtbevölkerung zwar immer noch überdurchschnittlich ausgeprägte Interesse an gesellschaftlichen Themen sei rückläufig. Bei politischen Themen sei es von 33 Prozent im Jahre 2000 auf nun 29 Prozent zurückgegangen, bei Wirtschaftsfragen habe es sich im selben Zeitraum von 27 auf 19 Prozent abgeschwächt, bei Wissenschafts- und Forschungsthemen habe es sich von 48 auf 37 Prozent und bei Kunst und Kulturthemen von 27 auf 19 Prozent reduziert.

Während in der Gesamtbevölkerung das Fernsehen das dominierende Medium beim Nachrichtenkonsum bleibe, kann laut der Studie das Internet bei den heutigen Studierenden mit dem Fernsehen als Informationsquelle gleichziehen. Die Zahl der Zeitungsleser verringere sich weiter: Lasen im Jahr 2000 noch vier von zehn Studierenden Zeitung, so greife inzwischen nur noch jeder vierte Studierende zu diesem Medium. Zwei Drittel derjenigen, die sich im Internet über Politik informierten, nähmen vor allem die Schlagzeilen zur Kenntnis, nur jeder Vierte auch längere Texte. "Die Fokussierung auf das Internet als vorrangige Informationsquelle birgt daher die Gefahr des häppchenweisen Informationskonsums statt der ausführlichen und tiefergehenden Auseinandersetzung mit Hintergründen aktueller Entwicklungen und Themen, die einen nicht bereits ex ante interessieren", schreibt Projektleiter Oliver Bruttel in "Forschung & Lehre". Das Internet reüssiere bei den heutigen Studierenden als Medium für Unterhaltung und Kommunikation. Neun von zehn Studierenden sind Mitglied bei einer Online-Community, mehr als jeder Zweite logge sich mindestens einmal am Tag in eine solche ein.

Schwerpunktthema: "Was lenkt den Menschen?"

Christian E. Elger: Der Spielraum des Individuums.
Entscheidungsprozesse im Gehirn

Richard Münch: Eine Frage des Mehr oder Weniger
Menschliches Handeln und Willensfreiheit aus soziologischer Perspektive

Volker Gerhardt: Was treibt den Menschen?
Die Sicht der Philosophie

Weitere Beiträge:

Rolf-Michael Simon: Macht ohne Mittel.
Über die Hängepartie des "Kooperationsverbotes"

Dieter Schönecker: Keine Kantforschung ohne Deutsch.
Deutsch als Wissenschaftssprache in der Philosophie

Forschung & Lehre 12/2011 erscheint am 30. November 2011. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.

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