LandesschülerInnenvereinigung Bayern e. V.
Kampf gegen den Leistungsdruck
Die LandesSchülerInnenVereinigung Bayern e.V verurteilt den Leistungsdruck, der aktuell auf den SchülerInnen Bayerns lastet.
Mehr zu: Bayern, Gesundheit, Klausuren, Schülervertretung, Unterrichtsgestaltung, SchuleDie Zeit zwischen Herbst- und Weihnachtsferien ist in fast jedem Fach vollgepackt mit Stegreifaufgaben, Schulaufgaben, Klausuren und Referaten. Ständig werden Leistungen abgefragt, denn es muss bewiesen werden, dass die Inhalte des Unterrichts gelernt wurden und wiedergegeben werden können. Gerade jetzt, zur Zeit der ersten Prüfungswelle, wird von allen Seiten Druck auf die SchülerInnen ausgeübt, dem viele nicht gewachsen sind und der zur Vernachlässigung von Aktivitäten führt.
Franziska Bless, Organisatorin des SchülerInnenkongress basis 12, äußert sich: "Der Großteil der Ferien wird zum Lernen und Wiederholen genutzt. Freizeitaktivitäten, Sport und Freundschaften werden dabei oft vernachlässigt. Weiterhin kommt so ehrenamtliches Engagement zu kurz, weil den SchülerInnen die Zeit fehlt."
Kurz um, der/die Schüler/-in, der/die eigentlich den Mittelpunkt der Schule darstellt oder darstellen sollte, bleibt auf der Strecke. Eigene Interessen und Fähigkeiten können nicht weiter ausgebildet oder gefördert werden, wenn diese nicht in der Schule angeboten werden. Talente bleiben im Verborgenen und ehrenamtliche Aktivitäten müssen zurückgeschraubt werden, sodass Möglichkeiten zum Druckabbau und Ausgleich fehlen. Desweiteren wird es immer schwerer außerschulischen Aktivitäten wie Hobbys und Nebenjobs nachzugehen, obwohl diese sowohl zur Persönlichkeitsentfaltung, als auch zur Verbessererung der Sozialkompetenz beitragen oder auf die praktischen Aspekte der Zukunft im Berufsleben vorbereiten.
Die LSV ist sich einig, dass nicht alle Jugendliche dem von der Schule ausgeübten Druck standhalten können. "Es häufen sich sowohl Stresserscheinungen, Depressionen als auch Schulangst und nicht selten treten schon in jungen Jahren Störungen wie das Burn-out-Syndrom auf", so Björn Gröner, Geschäftsführer der LSV. Auch wenn immer deutlicher wird, wie SchülerInnen unter der Schulsituation leiden, wird kaum etwas getan. "Leistungsnachweise sollten also verteilter über das Schuljahr stattfinden, sodass keine Stoßzeiten entstehen, in denen die SchülerInnen überlastet werden." , ergänzt Franziska Bleß. Denn den Schaden trägt jeder einzelne Schüler und jede einzelne Schülerin, die doch die Zukunft Bayerns darstellen und die jeden Tag aufs Neue den Kampf gegen den Leistungsdruck antreten, in der Hoffnung ihn irgendwann zu gewinnen.
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