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Jugend forscht

Jugend forscht Sieger bei der Nobelpreisverleihung 2011

Erfolgreicher deutscher Nachwuchswissenschaftler nimmt am "Stockholm International Youth Science Seminar" teil

Mehr zu: Auszeichnungen, Internationaler Austausch, Jugend forscht, Wettbewerbe, Sonderthemen
Hamburg / Stockholm, 08.12.2011 -

Bei der Nobelpreisverleihung am kommenden Samstag, 10. Dezember 2011, in Stockholm ist auch ein Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs von Jugend forscht zu Gast. Daniel Weiß (22) wird miterleben, wie das schwedische Königspaar die höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen verleiht. Der Festakt ist für ihn der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche: Gemeinsam mit 24 Nachwuchswissenschaftlern aus 17 weiteren Ländern nimmt der Jungforscher derzeit am "Stockholm International Youth Science Seminar" (SIYSS) teil, das seit 36 Jahren von der Nobel-Stiftung und der Schwedischen Vereinigung junger Wissenschaftler veranstaltet wird.

Daniel Weiß aus Herbertingen in Baden-Württemberg gewann die Reise nach Stockholm beim Jugend forscht Finale im Mai 2011 in Kiel. Für sein Projekt "Prozessoptimiertes WIG-Schweißverfahren" wurde der junge Tüftler nicht nur mit dem Bundessieg im Fachgebiet Arbeitswelt ausgezeichnet, sondern erhielt von der Bremer Ernst A. C. Lange-Stiftung auch das Ticket nach Schweden. Die Erfindung von Daniel Weiß erleichtert das handgeführte Schutzgasschweißen mit der sogenannten Wolfram-Inert-Gas-Methode (WIG). Das beliebte, weil nahezu geräuschlose, geruchsarme und saubere Verfahren hat den Nachteil, dass es bei direktem Kontakt zwischen Werkstück und Elektrode zum Auflegieren der Elektrode kommt. Bauteil und Elektrode werden quasi miteinander verschweißt und müssen wieder getrennt werden. Dadurch bricht häufig ein Teil der Elektrodenspitze ab. Der gelernte Mechatroniker entwickelte daher einen Schweißkopf, bei dem die Elektrode mithilfe eines Elektromotors in permanente Drehung versetzt wird. Dadurch lässt sich ein Auflegieren automatisch verhindern.

"Meine Freude über die Teilnahme an der Nobelpreisverleihung ist unendlich groß", sagt Daniel Weiß. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich zu dieser großartigen Veranstaltung eingeladen worden bin." Der Jungforscher bestand im Sommer sein Fachabitur am Kolping-Bildungswerk Riedlingen und studiert seit Oktober Physikalische Technik an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.

Nach der Nobelpreisverleihung wird der Jungforscher mit den Preisträgern und rund 1300 Gästen am traditionellen Bankett teilnehmen und anschließend auf dem festlichen Ball im Stockholmer Rathaus tanzen. In der Woche zuvor absolviert er beim SIYSS ein attraktives wissenschaftliches und kulturelles Programm: Die Jugendlichen hören unter anderem Vorträge der Nobelpreisträger und haben die Möglichkeit, beim Empfang des Nobelkomitees die Nobelpreisträger kennenzulernen. Sie stellen Wissenschaftlern und Studenten ihre eigenen Forschungsprojekte vor, besuchen das Nobel Museum wie auch das Karolinska Institut, eine der weltweit renommiertesten medizinischen Hochschulen. "Die Nobelpreisverleihung ist für unsere Preisträger jedes Jahr eine exklusive Gelegenheit, um mit herausragenden Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. "Über den fachlichen Austausch hinaus können sie in Stockholm zudem Kontakte und Freundschaften mit jugendlichen Forscherkollegen aus vielen Ländern knüpfen."

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