Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Brückenschlag zwischen Kunst und Forschung
Erster ´Cool Silicon Art Award` für künstlerische Auseinandersetzung mit "Energieeffizienz von IT-Systemen" vergeben
Mehr zu: Außerschulische Lernorte, Auszeichnungen, Forschung, Kulturelle Bildung, Künstlerische Fächer, Sachsen, Sonderthemen"Der ´Cool Silicon Art Award` schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft, Technologie und Kunst. Bildende Künstler aus aller Welt haben sich durch Forscher inspirieren lassen und sich mit dem globalen Thema "Energieeffizienz von IT-Systemen" auseinandergesetzt. Als Stifter dieses in seiner Art weltweit bisher einzigartigen Kunstpreises leistet das sächsische Spitzencluster ´Cool Silicon` mit seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur deutlichen Senkung des Energieverbrauchs von Informations- und Kommunikationstechnologien in den nächsten Jahren. Der weltweit erste Kunstpreis zu dieser Thematik thematisiert dabei auf sehr gelungene Art und Weise das Spannungsfeld zwischen rapide ansteigendem Energieverbrauch und knapper werdenden Ressourcen", erklärt Kunstministerin von Schorlemer anlässlich der Preisverleihung.
Das Pilotprojekt ´Cool Silicon Art Award` initiiert den Austausch zwischen Kunst und Forschung. Bei dem mit 10.000 Euro dotierten Preis setzen sich die Künstler mit Mikro- und Nanoelektroniktechnologien und dem stetig wachsenden Energieverbrauch durch die Verbreitung von Computern und Mobiltelefonen auseinander. Insgesamt hatten sich Künstler mit 110 Arbeiten beteiligt. Auf Grund der außergewöhnlichen künstlerischen Qualität ihrer Arbeiten hat sich die internationale Jury diesmal für zwei Preisträger entschieden.
Für seine Installation "RAUMFAHRCIRCUS" erhält der Kölner Künstler Max Scholz den ´Cool Silicon Art Award`. Die Installation ist ein komplexes, prozessgesteuertes Bewegungsspiel, welches skulpturale Elemente, Licht und Bewegung vereint. Auf einer rotierenden Basisscheibe bewegen sich mit- und gegenläufige IDEEN-TRANSPORTER, die in Bewegung gesetzt endlos auf kreisförmig gelegten Schienen rotieren.
Zweiter Preisträger ist der England lebende Fotograf Gustavo Espinosa. Seine Fotoserie "The Four Primary Elements" befasst sich mit den philosophischen und kulturellen Grundlagen einer "Lehre der Urstoffe und Energien". Dabei entwickelt der Künstler durch seine Methode der "konstruierten Fotographie" eigenständige, farblich und strukturell komplexe Bild- und Imaginationsräume, deren Grundlage immer fotografierte Details seiner Lebensumgebung sind. Im "Element des Menschlichen" sieht Espinosa das Schlüsselelement einer zukunftsgerichteten Technologie.
Das Projekt ´Cool Silicon` wird im Rahmen der Spitzencluster-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für fünf Jahre gefördert. Sächsische Wissenschaftler und Unternehmen forschen dabei im Netzwerk gemeinsam am Thema Energieeffizienz von Informations- und Kommunikationstechnologie-Systemen mit dem Ziel, den dort entstehenden Energieverbrauch zu begrenzen. Für laufende Projekte im Spitzencluster stellt die Bundesregierung einen finanziellen Beitrag in Höhe von 40 Mio. Euro bereit. Der Freistaat Sachsen unterstützt ergänzende Forschungsprojekte im Rahmen der Technologieförderung aktuell mit 16,5 Mio. Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaats Sachsen.
Medien
Gustavo Espinosa - www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/92004
Installation "RAUMFAHRTCIRCUS" - www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/92005
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