Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Dresdner Forscher erhalten Zukunftspreis
Erfolg für Zukunftstechnologien aus Sachsen
Mehr zu: Auszeichnungen, Forschung, Sachsen, Sonderthemen"Leuchtende Wände oder Möbel – energiesparende organische Leuchtdioden sind Zukunftsmusik aus Sachsen. Ich freue mich, dass das Dresdner Forscherteam um Prof. Karl Leo heute dafür ausgezeichnet wird. Mit dieser Erfolgstechnologie verändern sie die Lebens- und Arbeitswelt jedes Einzelnen. Ein hervorragendes Beispiel, wie Grundlagenforschung Anwendung in der Wirtschaft findet", hebt die Sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer hervor.
Das Dresdner Forschungstrio Prof. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer bekam heute den Deutschen Zukunftspreis für ihr gemeinsames Projekt "Organische Elektronik – mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten" von Bundespräsident Christian Wulff verliehen.
"Die mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichneten Wissenschaftler sind ein großartiges Beispiel für die Stärke der technologieoffenen, anwendungsorientierten Forschung im Freistaat Sachsen", so von Schorlemer. "Ihr langjähriges Engagement am Standort Dresden und die damit erlangte nationale und internationale Aufmerksamkeit wird heute belohnt."
Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegt in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung an Bauteilen wie OLEDs (Organische Leuchtdioden) als neuartiges Flächenbeleuchtungsmittel. Die an der Technischen Universität Dresden entwickelten OLEDs sind in der Lage ein neuartiges Licht energiesparend und hell zu erzeugen. Zudem konnten sie organische Solarzellen entwickeln mit einem Wirkungsgrad, der sie für bestimmte Anwendungen zu einer guten Alternative für Silizium-Zellen macht. In mittlerer Zukunft sollen großflächige Leuchten, die sich wie eine zweite Haut hauchdünn an Wänden, Decken, Möbeln und sogar transparent auf Fensterflächen aufbringen lassen, entwickelt werden. Die neuen Technologien konnten bereits in die Wirtschaft übertragen werden und finden derzeit Anwendung in einer neuen Generation von Flachdisplays, in stromsparender Beleuchtung und in effizienten flexiblen Solarzellen.
Prof. Karl Leo ist Leiter des Instituts für Angewandte Photophysik der TU Dresden und zugleich Institusleiter am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS). Prof. Leo ist Mitbegründer einiger Firmen, u. a. der Novaled AG und der Heliatek GmbH. Dr. Jan Blochwitz-Nimoth ist als Wissenschaftlicher Vorstand bei der Novaled AG tätig, Dr. Martin Pfeiffer ist technischer Geschäftsführer bei der Heliatek GmbH. Das ausgezeichnete Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften vorgeschlagen.
Der Deutsche Forschungspreis, der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Inovation, zählt zu den renommiertesten Preisen für Wissenschaft und Wirtschaft. Seit 15 Jahren zeichnet er herausragende Innovationen von Forschern und Entwicklern aus, die durch exzellente Forschung überzeugende Produkte in die Wirtschaft übertragen. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben.
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