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Baden-Württemberg

Akademie Straßburg und Kultusministerium Baden-Württemberg fördern Partnerschaften zum Erlernen der Sprache und Kultur des Nachbarn in Schule und Ausbildung

Mehr zu: Baden-Württemberg, Europa, Fremdsprachen, Schule
Stuttgart, 19.01.2012 -

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer: "Begabte Schüler und Auszubildende sollen die Chance bekommen, ihr Nachbarland und dessen Sprache und Kultur kennenzulernen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund und den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Wir fördern damit Chancengleichheit und grenzüberschreitende berufliche Mobilität."

Die Akademie Straßburg und das Kultusministerium Baden-Württemberg wollen Partnerschaften zwischen elsässischen und deutschen Schulen künftig noch intensiver fördern. Zur Unterzeichnung der entsprechenden Absichtserklärung mit dem Titel "Chancengleichheit und grenzüberschreitende Mobiliät" trafen sich Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer und die Rektorin der Akademie Straßburg, Madame Armande Le Pellec-Muller, heute, am 19. Januar 2012, im Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg. Die Absichtserklärung verfolgt das Ziel, begabte Schülerinnen und Schüler beim Erlernen der Sprache des Nachbarn und im Rahmen der anschließenden Berufsausbildung so zu unterstützen, dass sie ihre Begabung und Kompetenz, weiterentwickeln können.

"Begabte Schüler und Auszubildende sollen die Chance bekommen, ihr Nachbarland und dessen Sprache und Kultur kennenzulernen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund und eigenen finanziellen Möglichkeiten. Wir fördern damit die Chancengleichheit und die berufliche Mobilität über die Grenzen hinweg," erklärt Warminski-Leitheußer.

Die französische Rektorin und die baden-württembergische Kultusministerin sind sich einig: Die Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden sollen über die Schule und Ausbildung hinaus die andere Sprache und Kultur erfolgreich in ihr künftiges Leben integrieren können. Die Absichtserklärung soll der Auftakt zu einer intensiveren Kooperation zwischen der Akademie Straßburg und dem Land Baden-Württemberg in diesen Bereichen sein.

Als Partnerschule für das Deutsch-Französische Gymnasium (DFG) in Freiburg soll ein "Internat d´excellence" im elsässischen Guebwiller zur Verfügung stehen, das derzeit aufgebaut wird. Begabten Schülerinnen und Schülern aus weniger begüterten Verhältnissen soll die Chance einer guten Ausbildung in Guebwiller und die Möglichkeit von Sprachaufenthalten in Freiburg gegeben werden. Geplant sind Aufenthalte von französischen Schülern in einer deutschen oder französischen Klasse des DFG, je nach Sprachniveau. Die Unterbringung der französischen Schüler erfolgt im Internat des DFG. Im Gegenzug können deutsche Schülerinnen und Schüler des DFG für einen bestimmten Zeitraum das Internat in Guebwiller besuchen, um ihre Sprachkompetenz zu verbessern.

Darüber hinaus sollen Schüler des DFG Freiburg im Rahmen von musisch-kulturellen Veranstaltungen und Projekten die Infrastruktur des "Internat d´excellence" nutzen können. Das DFG arbeitet seit einigen Jahren intensiv mit der staatlich geförderten Kulturinstitution "Les Dominicains de Haute Alsace" zusammen, die im letzten Jahr durch eine offizielle Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen vertieft wurde.

Für unterstützungsbedürftige Auszubildende im Elsass und in Baden-Württemberg, die sich in der Sprache und Kultur des Nachbarlandes weiterbilden möchten, veranstaltet die Akademie der beruflichen Bildung verschiedene Ausbildungsmaßnahmen und berufsspezifische Projekte. Die Akademie ist ein bilaterales Netzwerk aus französischen und deutschen Bildungseinrichtungen, die bereits 2005 ebenfalls durch Unterzeichnung einer Absichtserklärung der beiden Partner gegründet wurde. In diesem Rahmen können Partnerschaften zwischen dem Lycée Joseph Storck, dem "Internat d´excellence" in Guebwiller, und beruflichen Schulen in Baden-Württemberg geschlossen werden, die für das Hotel- und Gastronomiegewerbe ausbilden.

"Der Schüleraustausch während der beruflichen Ausbildung erhöht auf beiden Seiten die kommunikativen Kompetenzen, fördert die kulturelle Offenheit und verbessert zudem die grenzüberschreitenden beruflichen Möglichkeiten der jungen Menschen", erläutert die Kultusministerin.

Die Kooperation zwischen den Schulen und Internaten ist der Initiative von Madame Armande Le Pellec-Muller zu verdanken, die sich für eine verstärkte Öffnung gegenüber dem baden-württembergischen Partner einsetzt. Ausgehend von der Partnerschaft zwischen Freiburg und Guebwiller sollen weitere Kooperationsbeziehungen zwischen elsässischen und baden-württembergischen Schulen und Internaten entstehen.

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