Kongress: "Bildung in der Demokratie"
15.03.2010 bis zum 17.03.2010
Bundesland: Bund
Ort: 55128 Mainz
Straße: Jakob-Welder-Weg 6
Die Bedeutung von Bildung für eine demokratische Gesellschaft und die damit zusammenhängenden Gestaltungsfragen stehen im Zentrum des Mainzer Kongresses. Es sind verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen, die die Thematisierung von Bildung in der Demokratie zum gegenwärtigen Zeitpunkt erneut dringlich werden lassen, unter anderem
1. die Herausbildung neuer und die Zementierung alter Ungleichheitsstrukturen,
2. die Anforderungen, die sich aus ökonomischen und politischen Verunsicherungen sowie aus dem Verlust alter und dem Entstehen neuer sozialer Netzwerke und Strukturen ergeben,
3. die kulturelle Heterogenität und die damit verbundenen Potenziale und Irritationen sowie
4. die Gefährdungen sozialer, kultureller und politischer Partizipation, aber auch die Eroberung neuer Partizipationsfelder und -formen.
Die mit diesen Themen zusammenhängenden Fragen formulieren auch Herausforderungen an die Bildungspolitik, an das Bildungssystem und nicht zuletzt an die Erziehungswissenschaft und den hier verorteten Reflexionen zu Fragen der Bildung in der Demokratie, auch weil seit Jahrzehnten das deutsche Bildungssystem durch seine besonders scharfen Selektionsformen im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Gleichzeitig werden pädagogische Institutionen für ein vermeintliches oder tatsächliches Nachlassen im Engagement für die Demokratie verantwortlich gemacht.
Unter anderem mit folgenden Veranstaltungen:
Festliche Eröffnung, Haus Recht und Wirtschaft I (ReWi), RW 1, Montag, 15. März 2010, 10.00 - 12.30 Uhr Unter Beteiligung von Ministerpräsident Kurt Beck. Den Eröffnungsvortrag hält der Philosoph und Soziologe Prof. Dr. Dr. h.c. Oskar Negt. Verleihung des Trapp-Preises.
Pressekonferenz, Haus Recht und Wirtschaft I (ReWi), RW 03-150, Montag, 15. März 2010, 12.30 -14.00 Uhr. Mit den Sprechern des Kongresses Prof. Dr. Franz Hamburger und Prof. Dr. Stefan Aufenanger, dem Vorsitzenden der DGfE Prof. Dr. Rudolf Tippelt, Prof. Dr. Dr. h.c. Oskar Negt sowie dem Trapp-Preisträger.
Rechtsextremismus im Stadion? Eine öffentliche Diskussion zwischen Wissenschaft, Sport und Sportpolitik, Haus Recht und Wirtschaft I (ReWi), RW 1, Dienstag, 16. März 2010, 14.00 - 15.00 Uhr. Es diskutieren Michael Gabriel, Leiter der Koordinierungsstelle Fan-Projekte bei der Deutschen Sportjugend, Benno Hafeneger, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Marburg, Gunter A. Pilz, Professor für Sportwissenschaft an der Universität Hannover und Vorsitzender der DFB Arbeitsgruppe "Für Anerkennung und Toleranz, gegen Rassismus und Diskriminierung" und Helmut Spahn, Hauptabteilungsleiter Prävention und Sicherheit und Sicherheitsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bunds. Die Moderation übernimmt Helmut Rehmsen.
Bildung unter undemokratischem Druck? Ein Streitgespräch, Haus Recht und Wirtschaft I (ReWi), RW 1, Mittwoch, 17. März 2010, 13.30 - 15.00 Uhr. Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und Koordinator der ersten PISA-Studien, führt mit dem Soziologen Prof. Dr. Richard Münch von der Universität Bamberg ein Streitgespräch über die Veränderungen des Bildungssystems durch PISA und Exzellenzinitiativen.
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