Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V. RSS-Feed

Meldungen

Bayern verschenkt Potentiale junger Menschen

Der Reformbedarf an Gymnasien ist hoch. Bei einer Fachanhörung des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) zum "Gymnasium im 21. Jahrhundert" am Wochenende waren sich Wissenschaftler aus ganz Deutschland einig: Bisher geführte Diskussionen bringen das Gymnasium nicht weiter, weil sie um quantitative Kriterien kreisen, nicht aber um qualitative. "Im Mittelpunkt muss eine neue Qualität des Unterrichts stehen mit dem Ziel des Erwerbs vielfältiger und wertvoller Kompetenzen", erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. "Ansonsten kann das Gymnasium den Anforderungen einer modernen Gesellschaft nicht gerecht werden." Die Wissenschaftler bescheinigten Bayerns Schülern hohe Kompetenzen - "allerdings werden sie dafür zu wenig belohnt, weil es ein zu großer Teil von ihnen erst gar nicht ins Gymnasium schafft. Sie werden um ihren Bildungserfolg betrogen", erklärte der Empiriker Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels vom Institut für Schulentwicklung der Universität Dortmund. mehr

26.01.2009 Pressemeldung Schule

Bildungsausgaben müssen deutlich erhöht werden

"Die Bildungsausgaben in Bayern befinden sich immer noch in einer extremen Schieflage." Mit diesen Worten hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Bildungsausgaben der Länder 2006 kommentiert. "Nach wie vor ist der Grundschulbereich unterfinanziert, obwohl gerade hier am meisten investiert werden müsste. Je früher die Förderung junger Menschen beginnt, umso ertragreicher ist sie. Obwohl dies längst bekannt ist, fließt das meiste Geld in die oberen Klassenstufen." Auch bayerische Förderschulen stehen im Ländervergleich ausgesprochen schlecht da: Während 2006 Baden-Württemberg 14.600 Euro pro Schüler aufbrachte, waren es in Bayern gerade einmal 10.700 - "mit diesem Betrag ist Bayern sogar Schlusslicht im Ländervergleich." Wenzel bezeichnete die Verteilung der finanziellen Mittel zu Lasten des Elementarbereiches und zu Lasten der Förderschulen als ungerecht und falsch. "Grund- und Förderschulen dürfen bei den Bildungsausgaben nicht benachteiligt werden", forderte er. mehr

22.01.2009 Pressemeldung Schule

Schulstandorte müssen erhalten bleiben

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat das heute von Kultusminister Ludwig Spaenle angekündigte Maßnahmenbündel zum Erhalt wohnortnaher Schulstandorte begrüßt. "Die Zusage, möglichst viele Schulstandorte der bayerischen Hauptschulen erhalten zu wollen, stößt im BLLV uneingeschränkt auf große Zustimmung", erklärte er. "Auch das Vorhaben, in jedem Landkreis Dialogforen mit Landräten, Bürgermeistern und Schulen einzurichten, kommt unseren Vorstellungen entgegen." mehr

21.01.2009 Pressemeldung Schule

Referendare kritisieren universitäre Lehrerbildung

Referendare aus allen vier allgemeinbildenden Schularten sehen sich nach vier Jahren Studium an der Universität zu wenig praxisnah für ihre Unterrichts- und Erziehungsarbeit vorbereitet. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem Lehrerbildungszentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die im Sommer 2008 durchgeführt wurde. mehr

19.01.2009 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Schulen müssen junge Menschen stark machen

Jahr für Jahr verlassen tausende junger Menschen die Schule, ohne auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben. Darin sieht der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, die Gefahr, dass junge Menschen ins Visier rechtsradikaler Gruppierungen geraten können. "Entweder haben sie keinen Abschluss erworben oder ihr Abschluss ist nicht viel wert. Sie machen die Erfahrung der Ausgrenzung. Das ist gesellschaftspolitischer Sprengstoff. Viele wandern von der Schulbank direkt in die Arbeitslosigkeit. Die jungen Menschen sind in hohem Maß gefährdet, sich radikalen politischen Ansichten zu öffnen." mehr

12.01.2009 Pressemeldung Schule

Angekündigte Reformen reichen nicht aus

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat die heutigen Ankündigungen von Ministerpräsident Horst Seehofer zur künftigen Schulpolitik in Bayern als "wenig mutig" bezeichnet. "Tiefgreifende Reformen bleiben erneut aus, Bayerns Lehrerschaft fühlt sich unverstanden und ist enttäuscht", stellte er fest. Die dringend notwendige Umsetzung der Regionalen Schulentwicklung (RSE), die das Schulsterben auf dem Land verhindert und für die Einzelschule mehr Eigenverantwortung vorsieht, kommt nur zögerlich voran. "Die von der Staatsregierung bevorzugten Kooperationsformen - sie basieren darauf, Haupt- und Realschulen unter einem Dach als eigenständige Schulformen zu erhalten - lassen nur wenig Handlungsspielraum zu. Weitere Schulschließungen werden so nicht verhindert." mehr

10.12.2008 Pressemeldung Schule

Die Grundschule ist die beste Schule, die wir haben

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-verbandes (BLLV), Klaus Wenzel, sieht sich im relativ guten Abschneiden Zehnjähriger bei der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU und beim internationalen TIMSS-Schultest in seiner Forderung nach einer deutlich längeren gemeinsamen Schulzeit bestätigt. "Die Grundschule ist die beste Schule, die wir haben. Ich verstehe nicht, warum wir damit nach nur vier Jahren aufhören und Kinder in ein Korsett zwingen, das den meisten von ihnen nicht passt." mehr

08.12.2008 Pressemeldung Schule

In zwei Jahren fehlen rund 20.000 Lehrkräfte

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, (BLLV), Klaus Wenzel, hat den Lehrermangel als das beherrschende Thema an den Schulen bezeichnet. "Nach unseren Berechnungen addiert sich der Lehrermangel an allen Schularten für die Deckung des Ersatzbedarfs, die Vermeidung von Unterrichtsausfall und dringend erforderlichen Reformen bis zum Jahr 2010 auf rund 20.000 Lehrkräfte." Wenzel forderte die Staatsregierung auf, dem Problem höchste Priorität einzuräumen. "Die Situation an den Schulen muss schleunigst verbessert werden. Ein ´weiter so´ darf es in der Schulpolitik nicht geben." Wer mit guter Bildungspolitik punkten will, muss ordentlich Geld in die Hand nehmen. Der einzige Weg aus dem Dilemma: Der Lehrerberuf muss attraktiver werden. mehr

28.11.2008 Pressemeldung Schule

PISA-Ergebnisse sind kein Grund für Euphorie

Keinen Grund zum Jubeln sieht der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, in den Ergebnissen der neuen Pisa-Studie zum Bundesländervergleich 2006. "Die Studie belegt erneut, dass Bildung in Bayern abhängig ist von den Einkommensverhältnissen, der Herkunft und dem jeweiligen Wohnort einer Familie. Für Selbstzufriedenheit gibt es keinen Anlass. Dass Sachsen an der Spitze steht und auch die übrigen neuen Bundesländer zugelegt haben, ist kein Zufall. Sie verfügen über modernere Schulsysteme und mehr Lehrkräfte für individuelle Förderung". mehr

18.11.2008 Pressemeldung Schule

Reformbedarf an Gymnasien ist unverändert hoch

Die Abbrecherquote ist an bayerischen Gymnasien besonders hoch. Darauf hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-erbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hingewiesen. Viele Schülerinnen und Schüler scheitern auf dem Weg zum Abitur, finden sich auf Real- oder Hauptschulen wieder. "Gymnasien sind Schulen, in denen Lehrer gezwungen sind, Schüler auszusortieren." Weil Gymnasiallehrer zu viel Stoff in zu kurzer Zeit unterrichten müssen, können sie kaum auf individuelle Lernprobleme der Kinder und Jugendlichen Rücksicht nehmen. Möglichkeiten zur Förderung einzelner Schüler gibt es wenig. Teure private Nachhilfe muss ersetzen, was die Schulpolitik versäumt. Der erfolgreiche Besuch des Gymnasiums hängt mehr und mehr vom Einkommen der Eltern ab. Die Zahl der Wiederholer an bayerischen Gymnasien insgesamt belief sich allein im Schuljahr 2007/2008 auf rund 10.700. Nur zwei Drittel der Abgänger verließen das Gymnasium mit dem Abitur, ein Drittel, das sind rund 15.000 Schü-er, hatten dieses Ziel nicht erreicht. Wenzel hielt fest, "dass der Reformbedarf bayerischer Gymnasien unverändert hoch ist." mehr

11.11.2008 Pressemeldung Schule