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DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL)

Der DL ist die größte Lehrerorganisation in Deutschland außerhalb der Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Der DL ist ein weltanschaulich neutraler, überkonfessioneller und parteipolitisch unabhängiger Dachverband.

Die Mitgliedsverbände des DL sind:

  • Deutscher Philologenverband e. V. (DPhV) für Lehrer aller Fächer an Gymnasien;
  • Verband Deutscher Realschullehrer (VDR);
  • Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen e. V. (VLW) für kaufmännisch ausgerichtete Lehrer;
  • Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e. V. (BLBS) für Lehrer der gewerblich-technisch-handwerklichen Ausrichtung.

    Der Deutsche Lehrerverband vertritt damit insgesamt ca. 160 000 Lehrer in der Bundesrepublik Deutschland. Sein Sitz ist am Sitz der Bundesregierung. Die DL-Repräsentanten üben ihre Ämter rein ehrenamtlich aus.

    Im DL werden die gemeinsamen Grundsätze für die Verbandspolitik erarbeitet; im Übrigen bearbeiten die im Deutschen Lehrerverband zusammengeschlossenen Verbände ihre satzungsgemäßen Aufgaben selbständig.

    Die wesentlichen bildungspolitischen Ziele des DL sind:
  • Erhalt und Weiterentwicklung eines vielfältig gegliederten Schulsystems, das eine je individuelle Bildung in Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sonderschule oder in verschiedenen Formen berufsbildender Schulen erlaubt;
  • Stärkung des Kulturföderalismus, d. h. Verteilung der Hoheitskompetenzen im Schulbereich auf die Länder;
  • Offenheit der Schule für aktuelle Entwicklungen, z. B. Fragen der europäischen Integration, der neuen Technologien, der Ökologie,
  • optimale pädagogische und sachliche Rahmenbedingungen in den Schulen (kleine Klassen, moderne Arbeitsmittel);
  • Freiräume für Lehrer bei der Wahl der Lernziele und Lehrmethoden.
     

Die wichtigsten berufspolitischen Ziele des DL sind:

  1. der Beamtenstatus für Lehrer, der materielle und politische Unabhängigkeit garantiert, im Interesse der Funktionsfähigkeit der Schule aber auch mit einem Streikverbot für Lehrer korrespondiert;
  2. eine zweiphasige, d. h. wissenschaftliche und pädagogische Ausbildung der Lehrer, die sich gleichzeitig in der Schulform orientiert, an der Lehrer später unterrichten;
  3. solide Besoldungsbedingungen, die geeignet sind, den Lehrerberuf attraktiv für qualifizierte junge Leute zu machen;
  4. moderne Arbeitszeitregelungen, die sich am effektiven Arbeitsaufwand in den einzelnen Schulformen orientieren;
  5. Verpflichtung der Lehrer zu politischer Neutralität in der Schule;
  6. Mitwirkung demokratisch legitimierter Lehrervertreter an Lehrplänen, Personalentscheidungen usw.
     

Im Rahmen seines Anspruches, politischen Einfluss auf die Gestaltung eines leistungsfähigen Schulsystems zu nehmen, deckt der DL bei seiner bildungspolitischen Arbeit alle Schulbereiche ab. Für den DL ist die Arbeit in jedem einzelnen Lehramt schulpolitisch, gesellschaftlich und pädagogisch gleich bedeutsam. Der DL macht in seinem bildungspolitischen Engagement insofern keine Unterschiede - egal, ob es sich um die Aufgabe eines Grundschullehrers, eines Realschullehrers, eines Berufsschullehrers usw. handelt. Berufspolitisch vertritt der DL unmittelbar die Lehrerinnen und Lehrer, die seinen Gliedverbänden angehören.

Meldungen

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09.06.2008 Pressemeldung Schule

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Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Josef Kraus, hat den soeben veröffentlichten "Schulpolitik-Check" der unternehmernahen "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) wie folgt kommentiert: mehr

28.05.2008 Pressemeldung Schule

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Der Deutsche Lehrerverband (DL) hat die jüngsten schulpolitischen Entscheidungen Hamburgs und Berlins heftig kritisiert. In Hamburg wird es entsprechend der CDU/GAL-Koalitionsvereinbarung eine sechs- bzw. siebenjährige Grundschule und in Berlin eine Schule bis in die 8. Klasse hinauf ohne Noten und Zeugnisse geben. mehr

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