Statistisches Bundesamt (DESTATIS) RSS-Feed

Aufgaben

Das Amt hat den Auftrag, statistische Informationen bereitzustellen und zu verbreiten, die objektiv, unabhängig und qualitativ hochwertig sind. Diese Informationen stehen allen zur Verfügung: Politik, Regierung, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern.

Entsprechend dem föderalen Staats- und Verwaltungsaufbau der Bundesrepublik Deutschland werden die bundesweiten amtlichen Statistiken ("Bundesstatistiken") in Zusammenarbeit zwischen dem Statistischen Bundesamt und den Statistischen Ämtern der 16 Länder durchgeführt. Die Bundesstatistik ist also weitgehend dezentral organisiert. Im Rahmen dieser Arbeitsteilung hat das Statistische Bundesamt in erster Linie eine koordinierende Funktion. Wichtigste Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Bundesstatistiken überschneidungsfrei, nach einheitlichen Methoden und termingerecht durchgeführt werden. Zum Aufgabenkatalog des Statistischen Bundesamtes gehören

  • die methodische und technische Vorbereitung der einzelnen Statistiken,
  • die Weiterentwicklung des Programms der Bundesstatistik,
  • die Koordinierung der Statistiken untereinander,
  • die Zusammenstellung und Veröffentlichung der Bundesergebnisse.

Für die Durchführung der Erhebung und die Aufbereitung bis zum Landesergebnis sind - von wenigen Ausnahmen abgesehen - die Statistischen Ämter der Länder zuständig.

... mehr über die Durchführung von Bundesstatistiken

Wie die Aufgaben im Statistischen Bundesamt verteilt sind geht aus dem Organisationsplan hervor. An der Spitze des Amtes stehen der Präsident und der Vizepräsident. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes ist traditionell auch Bundeswahlleiter und damit für die Vorbereitung der Wahlen zum Deutschen Bundestag und zum Europäischen Parlament und die Feststellung der Wahlergebnisse zuständig.

Meldungen

Kindertagesbetreuung

Kinder mit Migrationshintergrund seltener in Kindertagesbetreuung

Fast jedes zweite Kind unter sechs Jahren mit Migrationshintergrund besuchte am 1. März 2009 eine Kindertageseinrichtung oder wurde durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater betreut. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund haben damit seltener ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen als Eltern von Kindern ohne Migrationshintergrund. Die Betreuungsquote - das heißt der Anteil der Kinder, die in Kindertagesbetreuung waren, bezogen auf alle Kinder in der jeweiligen Bevölkerung - betrug bei Kindern mit Migrationshintergrund knapp 47% und bei Kindern ohne Migrationshintergrund rund 61%. mehr

10.03.2010 Pressemeldung Frühe Bildung

Hochschulreife

Zahl der Studienberechtigten 2009 um 1,2 Prozent gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2009 nach vorläufigen Ergebnissen rund 447 200 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Das waren 1,2% (+ 5 200) mehr als im Vorjahr. mehr

03.03.2010 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Bevölkerung im Osten Deutschlands wird besonders schnell zurückgehen und altern

Der Osten Deutschlands wird bis zum Jahr 2060 in viel stärkerem Maße vom Rückgang und der Alterung der Bevölkerung betroffen sein als der Westen: In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) werden 2060 rund 37% weniger Menschen als im Jahr 2008 leben und 36% von ihnen werden 65 Jahre und älter sein. Besonders schnell wird diese Entwicklung in den kommenden zwei Jahrzehnten voranschreiten: Bereits um 2030 wird die Bevölkerungszahl in den neuen Ländern um 15% niedriger sein als heute und jeder dritte Einwohner wird 65 Jahre oder älter sein. mehr

23.02.2010 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund leicht gestiegen

Im Jahr 2008 hatten 15,6 Millionen der insgesamt 82,1 Millionen Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund. Das heißt, 19% der Bevölkerung sind seit 1950 nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zugewanderten (2007: 18,7%, 2005: 18,3%). Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Zahlen aus dem Mikrozensus mit. Der gestiegene Anteil ist auf zwei Ursachen zurückzuführen: Gegenüber 2007 ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund durch Zuzug und Geburten um 155 000 angewachsen, gleichzeitig ist die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund um 277 000 auf 66,6 Millionen zurückgegangen. mehr

26.01.2010 Pressemeldung Aus- und Weiterbildung, Schule

Betreuungsquote für unter Dreijährige in vielen ostdeutschen Kommunen über 50%

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) nehmen in ostdeutschen Kommunen nach wie vor deutlich mehr Eltern Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren in Anspruch als im Westen Deutschlands: Am 1. März 2009 lag die Betreuungsquote, das heißt der Anteil der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe, in mehr als jeder zweiten kreisfreien Stadt (12 von 22) und in annähernd jedem dritten Landkreis (19 von 64) im Osten Deutschlands, bei mindestens 50%. In Westdeutschland dagegen lag die Betreuungsquote überwiegend zwischen 5% und 15% (in 202 der 326 Kreise). In Berlin betrug die Quote 41,5%. mehr

19.01.2010 Pressemeldung Frühe Bildung

60% der Eltern von Heimkindern erhalten Transferleistungen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, begann für 32 000 junge Menschen im Jahr 2008 eine Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform. In 60% der Fälle bezogen deren Familien oder sie selbst Transferleistungen. Dazu gehören finanzielle Hilfen des Staates wie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch beziehungsweise Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung entsprechend dem Zwölften Sozialgesetzbuch. Von den 14 500 jungen Menschen, die in Pflegefamilien neu aufgenommen wurden, erhielten die jungen Menschen selbst oder deren Eltern in 75% der Fälle Transferleistungen. mehr

07.01.2010 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen

Im Laufe des Jahres 2008 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 1,2 Millionen Personen besondere Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII "Sozialhilfe"). Gegenüber dem Vorjahr stieg damit die Zahl der Empfänger besonderer Leistungen um 6,2%. Die Nettoausgaben erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,0%. Nach Abzug insbesondere von Erstattungen anderer Sozialleistungsträger gaben die Träger der Sozialhilfe 2008 netto rund 15,2 Milliarden Euro für diese Leistungen aus. Dies waren über drei Viertel (77%) der gesamten Nettoausgaben für Sozialhilfe in Höhe von 19,8 Milliarden Euro. mehr

15.12.2009 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich

Die Armutsgefährdung der Menschen in Deutschland ist je nach Bundesland sehr unterschiedlich: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war im Jahr 2008 fast jede vierte Person (24,0%) in Mecklenburg-Vorpommern und mehr als jede fünfte (22,2%) in Bremen armutsgefährdet. In den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg (10,2%) und Bayern (10,8%) hatte dagegen nur ungefähr jeder zehnte Mensch ein erhöhtes Armutsrisiko. mehr

15.12.2009 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Außerschulische Jugendbildung erreicht 1,4 Millionen junge Menschen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2008 rund 1,4 Millionen junge Menschen in Deutschland an 33 600 Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung teilgenommen. Während die Zahl der mit öffentlichen Mitteln der Kommunen, der Länder, vom Bund oder der EU geförderten Maßnahmen im Vergleich zu 2004 um 9% niedriger lag, blieb die Zahl der Teilnehmenden unverändert. Dadurch waren die Maßnahmen im Schnitt stärker belegt: 2008 besuchten durchschnittlich 41 junge Menschen zum Beispiel Veranstaltungen zur politischen, kulturellen, ökologischen oder gesundheitlichen Bildung. Im Jahr 2004, dem vorangegangenen Erhebungsjahr, hatte der Durchschnitt bei 37 jungen Menschen pro Maßnahme gelegen. mehr

14.12.2009 Pressemeldung Aus- und Weiterbildung, Schule

Frauen nutzen Karrierechancen an Hochschulen

Der Frauenanteil in der Professorenschaft an deutschen Hochschulen stieg von 11% im Jahr 2000 auf 17% im Jahr 2008. Peter Weigl, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), erklärte dazu heute in Berlin auf einer Pressekonferenz zum Thema "Hochschulstandort Deutschland 2009": "Vergleicht man die Strukturen im Jahr 2008 mit den Strukturen im Jahr 2000, so hat sich der Frauenanteil in den höheren Stufen der akademischen Karriere deutlich erhöht. Dennoch gilt nach wie vor: je höher die Position auf der akademischen Karriereleiter, desto weniger Frauen arbeiten in diesem Bereich." mehr

09.12.2009 Pressemeldung Hochschule und Forschung