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Aufgaben
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen. Der Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen und Stellungnahmen im wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern der Wissenschaftspolitik ab, nämlich zu

  • den wissenschaftlichen Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung,
  • übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.

Meldungen

Ergebnisse der Sommersitzungen des Wissenschaftsrates in Berlin (02. - 04. Juli 2008)

Mit der Internationalisierung von Wissenschaft beschäftigte sich dieses Mal der Bericht des Vorsitzenden zu aktuellen Tendenzen im deutschen Wissenschaftssystem. In der aktuellen Debatte um dieses Thema, so konstatierte Professor Peter Strohschneider, fehle es oft an Klarheit darüber, ob von Internationalisierung der Gegenstände und Methoden der Wissenschaften, der Institutionen oder aber der Wissenschaftspolitik die Rede sei. Prozesse der Internationalisierung führten gegenwärtig in vielen Bereichen zu Vereinheitlichungen. Im Verhältnis von Institutionen und von Staaten zueinander werden aber auch Unterschiede verstärkt mit dem Ziel, im Wettbewerb Vorteile zu erringen. Das Feld sei komplex, so dass eine einzige Internationalisierungsstrategie für das deutsche Wissenschaftssystem insgesamt nicht hilfreich sein dürfte. Der Wissenschaftsrat, so Strohschneider, biete sich als Forum der Diskussion an, er werde aber zum Beispiel in den Bereichen Forschungsförderung, Großgeräte oder Hochschulorganisation auch aktiv Handlungsempfehlungen erarbeiten. mehr

07.07.2008 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Forschungsrating erfolgreich erprobt

Das Forschungsrating, ein neuartiges, differenziertes und methodisch sehr anspruchsvolles Verfahren zum Leistungsvergleich in der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, hat sich in der Praxis erfolgreich bewährt. mehr

Wissenschaftsrat: Bedeutung der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Wissenschaftssystem wächst

In seiner Stellungnahme zur aktuellen Denkschrift der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur weiteren Entwicklung ihres Förderhandelns und zu ihrem künftigen Finanzbedarf stellt der Wissenschaftsrat die bedeutende Leistung der DFG bei der qualitätsorientierten Weiterentwicklung des Forschungssystems in Deutschland heraus. mehr

Einrichtungen der Ressortforschung von großer gesellschaftlicher Bedeutung

Mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Braunschweig/Berlin), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Hamburg/Rostock) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln) hat der Wissenschaftsrat drei weitere Ressortforschungseinrichtungen des Bundes evaluiert. Die durchweg positiven Evaluationsergebnisse basieren insbesondere auf den breiten und sehr guten Forschungs- und Entwicklungsgrundlagen in diesen Einrichtungen, deren auch international anerkannte Arbeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung für das Gemeinwohl bzw. den Wirtschaftsstandort Deutschland ist. mehr

09.05.2008 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Drei nicht-staatliche Hochschulen vom Wissenschaftsrat akkreditiert

Die Bucerius Law School in Hamburg hat in den acht Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ein unverwechselbares Profil entwickelt, das durch einen wissenschaftlichen Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht mit internationalen Bezügen gekennzeichnet ist. Die wissenschaftliche Produktivität der Hochschule kann sich mit der einer juristischen Fakultät messen. Ihrem mit der Gründung verbundenen anspruchsvollen Ziel, die juristische Ausbildung in Deutschland nachhaltig zu erneuern, ist die Bucerius Law School näher gekommen. "Mit der Einführung des grundständigen Bachelor-Programms mit dem Abschluss Bacchalaureus Legum, an das sich auch weiterführend das Erste Staatsexamen anschließen kann, hat die Bucerius Law School Neuland in der Juristenausbildung betreten", erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. "Die Betreuungsverhältnisse sind weit überdurchschnittlich, genauso wie die räumlichen und sächlichen Ausstattungen." mehr

09.05.2008 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Ergebnisse der Frühjahrssitzungen des Wissenschaftsrates in Rostock (07./08. Mai 2008)

Das Forschungsrating, ein neuartiges, differenziertes und methodisch sehr anspruchsvolles Verfahren zum Leistungsvergleich in der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, hat sich in der Praxis erfolgreich bewährt. In einer 2005 durch den Wissenschaftsrat in Auftrag gegebenen und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Pilotstudie sind mit der Chemie und der Soziologie bewusst zwei sehr unterschiedliche Fächer als erste Disziplinen untersucht worden. In der Erprobungsphase hat sich das Forschungsrating als durchführbares und aussagekräftiges Instrument mit hohem Zukunftspotenzial erwiesen. Empfohlen wird daher, das Verfahren schrittweise weiterzuentwickeln, um zu prüfen, ob mittelfristig eine alle geeigneten Fächer erfassende, turnusmäßige Durchführung möglich ist. In einem nächsten Schritt sollen je ein geistes- und ein technikwissenschaftliches Fach untersucht werden. mehr

Erstes Forschungsrating des Wissenschaftsrates für die Soziologie

Auch jenseits der traditionell für ihre Soziologie bekannten Standorte in Deutschland haben sich inzwischen leistungsstarke Einrichtungen herauskristallisiert, an denen wichtige Beiträge zur soziologischen Forschung geleistet werden. Insgesamt ist die deutsche Soziologie hoch differenziert und weist ausgeprägte Leistungsunterschiede auf. Das gilt nicht nur für die Universitäten und außeruniversitären Institutionen jeweils als Ganzes betrachtet, sondern ebenso innerhalb der einzelnen Einrichtungen. mehr

18.04.2008 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Hochschule für Gestaltung Karlsruhe: Innovation und Kooperation sichern hohe Ausbildungsqualität

Hochschulleitung, Lehrpersonal und Studierende der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) haben mit nachhaltiger Innovationsfähigkeit und in seltener Einigkeit und Flexibilität die Ziele der Gründungskonzeption von 1992 erfolgreich umsetzen können. Auf diese Weise ist eine attraktive und leistungsstarke Ausbildungsstätte mit außergewöhnlichem Studienangebot entstanden, die sich darüber hinaus auch durch erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit als anerkannte Kunsthochschule etablieren konnte. Die HfG Karlsruhe erfüllt nicht nur ihre Aufgaben hervorragend, sondern ist zudem aufgrund ihres besonderen Fächerspektrums, ihrer Studien- und Personalstruktur und ihres außerordentlich kooperativen Umgangsstils zu einer bemerkenswerten Bereicherung des Hochschulsystems in Deutschland geworden. mehr

18.04.2008 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Bundespräsident beruft neue Mitglieder in den Wissenschaftsrat

Der Bundespräsident hat auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz folgende Mitglieder für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen: mehr

28.01.2008 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Wahlen im Wissenschaftsrat: Peter Strohschneider als Vorsitzender wiedergewählt

Auf den diesjährigen Januarsitzungen des Wissenschaftsrates (23.-25.01.08) ist der Münchener Germanist Peter Strohschneider erneut zum Vorsitzenden des Wissenschaftsrates gewählt worden. Die Wissenschaftliche Kommission des Wissenschaftsrates hat eine neue Vorsitzende: Die Lebenswissenschaftlerin Ulrike Beisiegel tritt die Nachfolge der Meeresbiologin Karin Lochte an, die den Vorsitz aufgrund ihrer Neuberufung zur Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven aufgibt, der Wissenschaftlichen Kommission als Mitglied aber weiterhin angehören wird. mehr

28.01.2008 Pressemeldung Hochschule und Forschung