Anträge zur Berufsbildung und zur Neustrukturierung der Ausbildung abgelehnt

(hib/TEP) Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat am Mittwochmorgen einen Antrag der FDP-Fraktion zur beruflichen Bildung [(16/12665)](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/126/1612665.pdf) und einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für ein Recht auf Ausbildung [(16/12680)](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/126/1612680.pdf) mehrheitlich abgelehnt. Die FDP-Fraktion hatte die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, in den Schulen eine stärkere Berufsorientierung anzubieten. Außerdem solle der Übergang von der beruflichen in die akademische Bildung durchlässiger werden. Im Antrag der Grünen war eine Neustrukturierung der Berufsausbildung vorgesehen, die in bundesweit anerkannten Modulen organisiert werden sollte.

01.07.2009 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Außerdem diskutierten die Abgeordneten über den Nationalen Bildungsbericht 2008 (16/10206) sowie über den Berufsbildungsbericht 2009 (16/12640). Nach Ansicht der CDU/CSU-Fraktion ist der Berufsbildungsbericht eine Mahnung. Er zeige, dass die "Altbewerber-Problematik" weiterhin ein ungelöstes Problem sei. Die SPD-Fraktion sagte, beide Berichte würden einen guten Überblick über die Bildungs- und Ausbildungslage bieten. Ausbildungsbegleitende Hilfen sollen nach dem Willen der Sozialdemokraten bekannter gemacht werden.

Die FDP-Fraktion vermisst im Berufsbildungsbericht Themen wie die Lehrerausbildung oder Schulen in freier Trägerschaft. "Diese Punkte sollten künftig Bestandteile des Nationalen Bildungsberichts werden." Die Fraktion Die Linke sagte, dass die Zahl von Schulabgängern ohne Schulabschluss "weiterhin erschreckend hoch" sei. Sie kritisierte außerdem den rückläufigen Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt.

Nach Ansicht der Grünen hätten beide Berichte "deutlich den Finger in die Wunden gelegt". "Viele Jugendliche kommen aus dem Übergangssystem ohne Berufsabschluss in irgendeine Arbeit", so die Grünen. Es gehe aber nicht allein um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit, sondern auch darum, ob die Jugendlichen qualifiziert würden.

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