Keine Quote für Berufsrückkehrerinnen bei der beruflichen Weiterbildung

(hib/NCB) Die Bundesregierung sieht nach eigenen Angaben keine Notwendigkeit, eine Quote für Rückkehrerinnen bei der beruflichen Weiterbildung einzuführen. Sei seien im Vergleich zur Gesamtheit der Arbeitslosen überrepräsentiert, und der Frauenanteil bei der geförderten beruflichen Weiterbildung liege ohnehin über dem der Männer, heißt es in ihrer Antwort ([16/4001](http://dip.bundestag.de/btd/16/040/1604001.pdf)) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen ([16/3733](http://dip.bundestag.de/btd/16/037/1603733.pdf)).

23.01.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Daraus geht hervor, dass die Zahl der Berufsrückkehrerinnen nach einer Familienpause, die an einer geförderten beruflichen Weiterbildung teilnehmen, seit 2002 im Jahresdurchschnitt rückläufig ist. Die Zahl habe sich von 30.397 im Jahr 2002 auf 8.014 im vergangenen Jahr verringert. Gleichzeitig sei aber auch die Zahl der jahresdurchschnittlich arbeitslos gemeldeten Berufsrückkehrerinnen von 165.234 im Jahr 2005 auf 153.215 im vergangenen Jahr gesunken.

Der Anteil der Berufsrückkehrerinnen an allen Arbeitslosen pendle etwa zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Prozent. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds seien 2005 insgesamt 194 Berufsrückkehrerinnen bei ihrer beruflichen Weiterbildung gefördert worden, von Januar bis November 2006 seien es 230 gewesen, heißt es weiter.

Insgesamt seien aus dem Fonds 2005 31 Millionen Euro für die Sicherung des Lebensunterhalts bei Förderung der beruflichen Weiterbildung ausgegeben worden. Davon seien knapp 6 Millionen Euro auf Berufsrückkehrerinnen entfallen, wie die Regierung schreibt. Von Januar bis November 2006 seien aus dem Fonds rund 10,8 Millionen Euro ausgegeben worden, davon etwa 2,5 Millionen Euro für die Rückkehrerinnen.

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