Unser Ziel: Jungen und Maedchen muessen gleiche Chancen haben

"Wir arbeiten intensiv daran, dass Jungen und Mädchen gleiche Chancen in der Schule haben! Und unser Engagement ist auch geboten," betonte Bayerns Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber heute in München bei einer Pressekonferenz im Vorfeld einer Fachtagung zu mehr Chancengerechtigkeit von Buben und Mädchen im Bildungswesen. Zu dieser lädt das Bayerische Kultusministerium am 6. März an die Universität Eichstätt ein.

02.03.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Gründe für das entschlossene Handeln ergeben sich für den Staatssekretär aus den unübersehbaren Unterschieden von Mädchen und Jungen im Bildungserfolg. 30 Prozent mehr Jungen als Mädchen verlassen die Hauptschule ohne Abschluss. Die allgemeine Hochschulreife erlangen hingegen 11 Prozent mehr Mädchen als Jungen.

"Wenn wir Buben und Mädchen neue Bildungschancen eröffnen wollen, müssen wir geschlechterspezifischen Differenzen Rechnung tragen und den Unterricht entsprechend gestalten", so Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber im Vorfeld der Tagung.

Von der Fachtagung erhofft sich der Staatssekretär weitere Impulse für eine zukunftsorientierte Lösung des Problems, dass Mädchen und Jungen unterschiedliche Lernerfolge verzeichnen. Bayern hat bereits mit ersten Maßnahmen begonnen. Es geht dabei um die Sensibiliserung der Lehrkräfte für unterschiedliche Bedürfnisse von Jungen und Mädchen im Bildungsprozess. So kommt z.B. ein handlungsorientierer Unterricht den Lern- und Aneignungsweisen von Jungen besser entgegen als ein rein sprach- und leseorientierter Unterricht.

Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber eröffnet die Fachtagung um 10.00 Uhr gemeinsam mit Professor Rudolf Fisch, Leitung der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Einführung hält die Eichstätter Professorin Dr. Klaudia Schultheis. Mit den Fachvorträgen "Von Natur aus anders - Zur Entstehung geschlechtstypischen Verhaltens" von Professorin Dr. Doris Bischof-Köhler (LMU München) und "Bildungs(miss)erfolge von Jungen und männlichen Jugendlichen" von Dr. Jürgen Budde (Universität Halle Wittenberg) erhalten die Tagungsteilnehmer eine gute Grundlage für eine intensive Arbeit in den Foren.

Um 12.15 Uhr diskutieren die Referenten mit Kultusstaatssekretär Dr. Huber über Wege zu einer optimalen Förderung von Mädchen und Buben.

Als Vorinfo für Redaktionen: Am Freitag, 6. März, um 13 Uhr findet an der Universität Eichstätt, KGE 103, ein Pressegespräch zum Tagungsverlauf statt. Es nehmen teil: Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Prof. Dr. Klaudia Schultheis, Dr. Jürgen Budde, Regierungsdirektorin Anne Blank und Gisela Häfele von der Katholischen Elternschaft Deutschlands.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden