60 Prozent der Lehrstellenbewerber kamen in gewünschtem Beruf unter

(hib/VOM) Rund 60 Prozent der Bewerber um einen Ausbildungsplatz konnten im Ausbildungsjahr 2004/2005 ihre Lehrstelle im gewünschten Beruf antreten. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/2167) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/1905) unter Hinweis auf eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit mit.

27.07.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Bei einer vom Bundesinstitut für Berufsbildung im letzten Quartal des vergangenen Jahres vorgenommenen Befragung von 1.500 Schulabgängern sei festgestellt worden, dass sich der Anteil der Jugendlichen, die eine Berufsausbildung beginnen konnten, im Vergleich zum Jahr 2004 verringert hat.

Wie die Regierung weiter betont, hält sie eine zentrale Vorgabe eines aus Zwangsabgaben gespeisten Ausbildungsfonds zur Finanzierung von Ausbildungsplätzen für nicht geeignet, um die Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu lösen.

Ihre Linie sei es vielmehr, auf gesetzliche Zwangsregelungen zu verzichten und auf freiwilliges, jedoch verbindliches Engagement der Wirtschaft und der Tarifvertragsparteien zu setzen. Eine wesentliche Verantwortung, etwa über branchenbezogene Ausbildungsfonds, liege bei den Tarifvertragsparteien, die nicht "der unmittelbaren Einflussnahme der Bundesregierung" unterlägen.

Durch fünf neu geschaffene Berufe - Änderungsschneider, Fachkraft Agrarservice, Kaufmann für Tourismus und Freizeit, Servicefahrer sowie Technischer Produktdesigner - hätten bestimmte Betriebe erstmals Lehrstellen bereitstellen können, so die Regierung weiter.

Dadurch seien insgesamt rund 600 neue Ausbildungsplätze entstanden. Die Regierung erwartet, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.

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