Auch die Weiterbildung ist MehrWert!

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für höhere Landeszuschüsse für die Volkshochschulen in Baden Württemberg ein. Seit Jahren werden im Südwesten die Landeszuschüsse für Volkshochschulen sowie kirchliche und andere Bildungsträger massiv gekürzt. Während der Bundesdurchschnitt zur Finanzierung der Volkshochschulen laut Volkshochschulverband bei 14,2 Prozent liegt, steuert das Land Baden-Württemberg nur noch sechs Prozent bei.

26.09.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Ebenso sind die Fördergelder der Bundesagentur für Arbeit für die Volkshochschulen zurückgegangen. Bildungsgutscheine und Kursvergabe über öffentliche Ausschreibungen haben dazu geführt, dass der billigste Träger den Zuschlag erhält. "Der Kostendruck wird auf die Lehrkräfte abgewälzt. Obwohl hoch qualifiziert und innovativ, sind sie unterbezahlt und erhalten keine Sozialleistungen. Wer derart an einer zentralen Säule des Bildungssystems knausert, riskiert, dass es in sich zusammenbricht", sagte am Freitag (26.09.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg.

Die GEW macht darauf aufmerksam, dass mehr als 70 Prozent der Lehrkräfte in der Weiterbildung auf Honorarbasis arbeiten und selbst als Vollzeitkraft weniger als 1000 Euro netto im Monat verdienen. Für die meisten Honorarkräfte gibt es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Bezahlung bei Urlaub und sonstigen unterrichtsfreien Zeiten und kein Arbeitslosengeld. Ihr Gehalt hat sich seit fünf bis sechs Jahren um 40 Prozent reduziert. Die Einstiegsgehälter erreichen in der Weiterbildung oft nur 50 Prozent dessen, was Lehrkräfte an öffentlichen Schulen verdienen.

Informationen im Internet: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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