Bilanzbuchhalter/-in: Mehr als nur Zahlen prüfen!

Die Welt der Jahresabschlüsse und Bilanzen hat sich nicht nur durch den Einzug moderner Computertechnologien verändert: Die Wirtschaft richtet sich zunehmend global aus, Bilanzen müssen internationalem Wirtschafts- und Steuerrecht entsprechen - und nicht zuletzt werden Bilanzbuchhalter/-innen als Spezialisten für betriebliches Rechnungswesen wegen der wachsenden Bedeutung ihrer Tätigkeit mehr und mehr in Führungsaufgaben ihrer Unternehmen eingebunden.

22.11.2007 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die noch aus dem Jahr 1990 stammende bundesweite Fortbildungsordnung "zum Geprüften Bilanzbuchhalter/zur Geprüften Bilanzbuchhalterin" überarbeitet. Die Neuregelung ist im November in Kraft getreten. Derzeit nehmen pro Jahr mehr als 8.000 Personen an dieser staatlichen Fortbildungsprüfung teil.

Was ist neu?

  • In die Fortbildungsordnung wurde zusätzlich der Handlungsbereich "Erstellen von Abschlüssen nach internationalen Standards" aufgenommen. Er ergänzt den nationalen Bereich und gliedert sich in einen Grundlagen- und einen Hauptteil. Der Grundlagenteil ist ab sofort, der Hauptteil wird ab 2011 verbindlich.
  • Nach der neuen Regelung ist die Prüfung nun in drei, aneinander anschließende Teile strukturiert. Die Zulassungsvoraussetzungen wurden modernen Ansprüchen angepasst. Sie wurden so modifiziert, dass auch Hochschulabsolventen und Hochschulabsolventinnen erreicht werden. Dieses Konzept zielt darauf ab, die Zahl derjenigen, die die Prüfung bestehen, zu erhöhen.
  • Optional wurde die Qualifikation "Organisations- und Führungsaufgaben" aufgenommen. Dieser Prüfungsbereich umfasst im Wesentlichen Organisations- und Personalentwicklung, Moderation, Kommunikation und Konfliktmanagement. Damit wird den wachsenden Anforderungen an eine umfassende Handlungskompetenz von Bilanzbuchhaltern/-innen Rechnung getragen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung erarbeitet Fortbildungsordnungen auf Weisung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie in Zusammenarbeit mit Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis. Diese werden von den Spitzenverbänden der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen benannt.

Die Weiterentwicklung von Fortbildungsordnungen gehört neben der Neuordnung und Modernisierung der rund 350 Ausbildungsberufe im dualen System zu den zentralen Aufgaben des Bundesinstituts. So hat das BIBB in den vergangenen Jahren mehr als 50 Fortbildungsordnungen neu entwickelt bzw. modernisiert.

Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilen:
Herbert Tutschner; Tel.: 0228 / 107-2621; E-Mail: tutschner@bibb.de
Dr. Ulrich Blötz; Tel.: 0228 / 107-2619; E-Mail: bloetz@bibb.de


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