Baden-Württemberg

GEW: Lehrermangel an Beruflichen Schulen verschärft sich

Die Bildungsgewerkschaft GEW geht davon aus, dass sich der Lehrermangel an den Beruflichen Schulen durch die Kürzungen der Landesregierung weiter verschlechtern wird.

09.05.2014 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer erhalten in Baden-Württemberg nach den Kürzungen der CDU/FDP- und jetzt der Grünen/SPD-Landesregierung insgesamt acht Prozent weniger Gehalt. Bei den Einstiegsgehältern liegt der Südwesten im Bundesvergleich inzwischen nur noch auf Platz 12. Insbesondere in den Beruflichen Schulen wird sich in diesem Jahr dadurch der Lehrermangel weiter verschärfen. Die Landesregierung setzt die gute Qualität an unseren Beruflichen Schulen im Land aufs Spiel", sagte am Freitag (09.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW verweist darauf hin, dass ein neu eingestellter Lehrer an einer beruflichen Schule zum Beispiel in Bayern und Hessen etwa 300 Euro pro Monat mehr als Einstiegsgehalt erhält.

Die GEW setzt sich für das Recht auf eine qualifizierte Berufsausbildung für jeden Jugendlichen ein. "Regionale Schulentwicklungsplanung darf nicht dazu führen, dass Ausbildungsplätze gefährdet werden und Schülerinnen und Schüler unangemessen lange Schulwege erhalten. Ziel der Bildungspolitik der Landesregierung muss es sein, dass junge Menschen direkt nach der allgemein bildenden Schule den Einstieg in die Berufsausbildung schaffen. Wer hier spart, zerstört nicht nur wertvolle Zukunftsperspektiven einzelner Menschen, sondern auch des ganzen Landes", sagte Moritz.

Die GEW, in der mehrere tausend Lehrkräfte an Beruflichen Schulen organisiert sind, macht sich für die Gleichwertigkeit der allgemeinen und beruflichen Bildung stark. "Die Beruflichen Schulen verstehen sich nicht als Reparaturbetrieb des allgemein bildenden Schulsystems. Jugendliche brauchen Zeit, um eine sinnvolle Berufswahl treffen und ihre Potentiale entwickeln zu können", sagte Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden