Gründungsveranstaltung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart

Personalentscheidungen: Wilfried Porth, Daimler AG, wird Vorsitzender des Gründungsaufsichtsrats - Prof. Bärbel Renner komplettiert Gründungsvorstand - Wissenschaftsminister Frankenberg: Duale Hochschule ist eine der wichtigsten Innovationen im deutschen Hochschulsystem

27.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Nach den Worten von Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg stellt die Duale Hochschule "eine der wichtigsten Innovationen im deutschen Hochschulsystem" dar. Auf der Gründungsveranstaltung am 27. März 2009 in Stuttgart sagte Frankenberg: "Bundesweit einmalig ist sowohl die dezentrale Struktur der Dualen Hochschule als auch die Vereinigung betrieblicher Ausbildung mit akademischem Studium, das zu einem Hochschulabschluss führt."

Gemeinsam mit Gründungspräsident Wolff betonte Frankenberg, jetzt komme es darauf an, den neuen gesetzlichen Auftrag der Dualen Hochschule rasch mit Leben zu erfüllen. "Zum Leitbild der Hochschule gehören Lehre und Forschung. Die Entwicklung und Etablierung von Masterangeboten, die dem Profil der Dualen Hochschule entsprechen, wird eine der wichtigsten Aufgaben sein". Außerdem werde auch die kooperative Forschung vorangetrieben.

Gründungspräsident Professor Wolff stellte zusammen mit dem Wissenschaftsminister das neue Logo, die gemeinsame Dachmarke der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, vor. "Das neue Logo spiegelt in seiner Mehrdimensionalität und Farbigkeit hervorragend das uns kennzeichnende Prinzip der Dualität wider und bietet für alle unsere Standorte und Campus die Möglichkeit, sich nun in Verbindung mit einer starken Dachmarke zu präsentieren", so Wolff.

Der Wissenschaftsminister und der Gründungspräsident informierten über weitere Personalentscheidungen. "Mit Wilfried Porth, der im April 2009 die Funktion des Personalverstands der Daimler AG übernimmt, konnte ein hochrangiger Industrievertreter für den Vorsitz des Gründungsaufsichtsrates gewonnen werden." Porth werde im Wechsel mit Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk den Vorsitz dieses wichtigen Gremiums übernehmen. "Ich bin sehr froh, dass wir damit die bewährte Zusammenarbeit aus dem Kuratorium der Berufsakademie Baden-Württemberg fortsetzen können", so Frankenberg. Der bisherige Personalvorstand der Daimler AG, Günther Fleig, war langjähriger Vorsitzender des Kuratoriums.

Mit der Berufung von Professor Dr. Bärbel Renner zum nebenamtlichen Mitglied des Gründungsvorstands sei der Vorstand komplettiert worden. Bärbel Renner, Professorin am Standort Stuttgart der Dualen Hochschule, habe sich in den vergangenen Jahren hohe Verdienste im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für das duale Studium erworben, sagten Frankenberg und Wolff.

Der Wissenschaftsminister fasste die Erwartungen, die das Land mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg verknüpft, in fünf Punkten zusammen. Er sei sich, so Frankenberg, in diesen Punkten mit dem Gründungspräsidenten einig:

Vorrangige Aufgabe sei die Sicherung und - sofern nötig - weitere Verbesserung der Qualität der Dualen Hochschule. Dies gelte für die Lehrinhalte, die Personalgewinnung, aber auch für die Praxisphasen des dualen Studiums.

Kernelement der neuen Hochschule sei die Erstellung einer standortübergreifenden Struktur- und Entwicklungsplanung. Er begrüße sehr, dass der Gründungsaufsichtsrat hierzu den Vorstand um die Entwicklung eines Leitbildes mit Zielen und Eckpunkten der strategischen Positionierung der Dualen Hochschule gebeten habe.

Gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten sei die Bewältigung des doppelten Abiturjahrgangs 2012. Frankenberg appellierte in diesem Zusammenhang an die Unternehmen und Sozialeinrichtungen, frühzeitig Vorsorge zu treffen, um im Jahr 2012 in einer Solidaritätsaktion für die Abiturientinnen und Abiturienten des doppelten Abiturjahrgangs zusätzliche Ausbildungsplätze bereit stellen zu können.

Außerdem gelte es, zielgerichtet die Etablierung von Masterangeboten voranzutreiben. Beides müsse gemäß dem "dualen Grundprinzip" in enger Abstimmung mit den Ausbildungsstätten erfolgen.

Die Finanzierung der Dualen Hochschule solle auf eine verlässliche Grundlage gestellt werden. Hierzu sollten bis zur Sommerpause gemeinsam mit dem Vorstand neue, flexible Finanzierungsmodelle entwickelt werden.

"Das Arbeitsprogramm für die nächsten Monate steht, die Ziele sind ehrgeizig", so Frankenberg und Wolff abschließend. "Das Land hat hohe Erwartungen an sein jüngstes Kind in der baden-württembergischen Hochschullandschaft." Nach dem erfolgreichen Start warte auf die Leitung und die Gründungsgremien der neuen Dualen Hochschule Baden-Württemberg keine leichte, aber in jedem Fall eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe, betonte der Minister.

Frankenberg und Gründungspräsident Professor Dr. Hans Wolff sehen die neue Hochschule gut aufgestellt: "Die Führungsmannschaft steht, die Gründungsgremien haben sich konstituiert und bereits erste wichtige Beschlüsse gefasst. Überall ist eine eindrucksvolle Aufbruchstimmung spürbar."

Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg wurde zum 1. März 2009 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Stuttgart und verfügt über eine dezen- trale Struktur mit acht Standorten und vier Außenstellen im ganzen Land. Hervorgegangen ist sie aus der Berufsakademie Baden-Württemberg, die in den 1970er Jahren ins Leben gerufen wurde. In Kooperation mit über 8.000 Partnerunternehmen bietet die DHBW ihren derzeit rund 24.000 Studierenden ein breites Spektrum an Studiengängen in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen. Zum Herbst 2009 wer- den die ersten Bachelorabsolventen ihr Studium abschließen. www.dhbw.de

Ergänzende Information:

Das Wissenschaftsministerium hat einen Flyer zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg herausgegeben. Dieser kann kostenlos bezogen werden bei der Pressestelle des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Postfach 10 34 53, 70029 Stuttgart (Tel. 0711/279-3005). Er ist auch auf der Startseite der Homepage des Ministeriums www.mwk.baden-wuerttemberg.de als PDF abrufbar.


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