Minister besucht KFI Ziegler in Dillingen

Seit Beginn des laufenden Schuljahres können Jugendliche ohne Hauptschulabschluss im Rahmen des Pilotprojekts "Qualifizierungsbausteine und Ganztagsbetreuung in der Ausbildungsvorbereitung (QGA)" besonders gefördert und zur Berufsreife geführt werden. Dazu arbeitet das Bildungsministerium eng mit den Kammern und insgesamt 30 Partnerbetrieben im Saarland zusammen. An dem Projekt nehmen ca. 40 Schüler teil. Pilotschulen sind das TG BBZ Dillingen, das BBZ Homburg und das TGS BBZ Völklingen.

24.02.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Nach einer halbjährigen Laufzeit des Projekts besuchte Kultusminister Jürgen Schreier am Donnerstag den beteiligten Ausbildungsbetrieb KFI Ziegler in Dillingen. Der Minister zeigte sich erfreut über den Ausbildungsstand der Jugendlichen. "Der Ausbildungspakt mit Kammern und Betrieben hat sich bewährt. Unser Ziel ist es, die Jugendlichen für einen Beruf fit zu machen. Die frühzeitige intensive Ausbildung soll Arbeitslosigkeit und Sozialhilfeabhängigkeit vermeiden und so auch spätere Maßnahmen und Kosten überflüssig machen", erklärte Schreier.

Grundlage des Projekts ist die duale Gestaltung des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ). Die Schüler besuchen an zwei Tagen in der Woche den Unterricht in einer der beteiligten Schulen, an drei Tagen erlernen sie in Handwerks- oder Industriebetrieben des 1. Ausbildungsmarktes Qualifizierungsbausteine anerkannter Ausbildungsberufe.

Bereits während dieses Projektjahres haben die Schüler zusätzlich die Möglichkeit, sich auf den Hauptschulabschluss vorzubereiten. Danach können sie eine Lehre beginnen und die Ausbildung ordnungsgemäß abschließen oder sie arbeiten mit Teilqualifikation im Unternehmen. Um mögliche Erziehungsdefizite bei den Jugendlichen aufzufangen, ist für jeden Standort ein Sozialarbeiter über die Katholische Hochschule für Soziale Arbeit (KFH) abgeordnet, der die Jugendlichen ganztägig betreut.

"Die Jugendlichen haben durch dieses Projekt deutlich bessere Chancen auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt. Sie können gezielt Defizite im Lesen, Schreiben und Rechnen ausgleichen und unter realen Bedingungen einen Beruf erlernen", betonte der Minister.


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