Qualitätsmanagement bringt berufliche Schulen im Saarland auf bundesweite Spitzenposition

Durch den raschen Aufbau des international anerkannten Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2000 haben die beruflichen Schulen im Saarland im Bundesvergleich ihre Spitzenposition weiter ausgebaut. Dies hat Kultusminister Jürgen Schreier am Dienstag (3.7.07) mitgeteilt.

03.07.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Rahmen einer Feierstunde, zu der die Schulleiter und Schulträger der Berufsbildungszentren (BBZ), Vertreter der Kommunen, der Lehrerverbände, Qualitätsbeauftragte, Vertreter des Hauptpersonalrates, der Schüler- und Elternvertretungen sowie der Hauptgeschäftsführer der VSU, Joachim Malter, eingeladen waren, betonte der Minister die Bedeutung des Projektes. Er zeigte sich erfreut über den Erfolg der Schulen. "Als Ausbildungspartner der Wirtschaft und Bildungsdienstleister haben die beruflichen Schulen einen besonderen Stellenwert in der qualifizierten Ausbildung junger Menschen. Das Qualitätsmanagementsystem hat bereits jetzt wesentlich dazu beigetragen, die Qualität schulischer Arbeit zu verbessern", erklärte Kultusminister Jürgen Schreier.

Aus Anlass des Empfangs konnte der Minister sechs weiteren Berufsbildungszentren (BBZ St. Ingbert, BBZ Merzig, K BBZ Dillingen, K BBZ Saarlouis, K BBZ Völklingen und den Wirtschaftsschulen Saarbrücken) ihre Qualitätszertifikate überreichen.

Der Aufbau der Qualitätsmanagementsysteme (QMS) erfolgte nach einem Drei-Stufen-Modell (Anerkennungsstufe, Gütesiegelstufe und Externe Zertifizierung) und hat sich in den vergangenen drei Jahren an den Berufsbildungszentren so erfolgreich entwickelt, dass das Saarland mittlerweile im Bereich der beruflichen Schulen auf Bundesebene eine Spitzenposition einnimmt.

Konkret bedeutet dies, dass zwischenzeitlich sechs Berufsbildungszentren die Zertifizierungsstufe, 13 BBZ die Gütesiegelstufe und zwei BBZ die Anerkennungsstufe erreicht haben. Die Zertifizierung führt der akkreditierten Zertifizierer "CERTQUA" (Bildungszertifizierer der Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft) durch. Dabei müssen die BBZ jährlich eine Vorprüfung und ein zweitägiges Audit an den BBZ bestehen.

Das Qualitätsmanagementsystem richtet sich nach der international anerkannten Norm ISO 9001:2000, an dem sich auch die Wirtschaft orientiert. Ziel des Qualitätsmanagementsystems ist eine ständige Verbesserung des Schulbetriebs auf allen Ebenen: Unterricht und Erziehung (Schul- und Unterrichtserfolg, Schülerförderung, selbständiges Arbeiten), Schulorganisation und Planungsarbeit, Personalmanagement, Schulumfeld (Gebäude, Hallen, Anlagen) sowie Zusammenarbeit mit den wichtigsten Partnern (Schüler, Eltern, Ausbildungsbetriebe, Wirtschaftskammern, Arbeitsagenturen).

Bei der Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems werden die Schulen vom Bildungsministerium unterstützt: Durch Information, Schulung und Beratung der Schulleiter, Abteilungsleiter und Qualitätsmanagement-Beauftragten an den Schulen sowie durch eine Stabsstelle im Ministerium. So wird die Einheitlichkeit bei der Durchführung gewährleistet. Vor Ort sind außerdem schulische Steuerungsgruppen tätig, die einen großen Teil des Lehrerkollegiums einbinden. Die Fortschritte bei der Einführung und Umsetzung des Systems und der Erfolg der Bildungs- und Erziehungsarbeit werden durch jährliche Audits (Bewertung) überprüft.

Im Abschlussbericht des Auditors des Zertifizierers "CERTQUA", Dr. Stefan Krämer, wird die rasche Umsetzung des Qualitätsmanagements und die Ausrichtung auf die international anerkannte ISO-Norm als wichtiger Standortvorteil für das Saarland ausdrücklich gewürdigt. Dr. Krämer betonte auch, dass die ISO 9001:2000 mit ihren anspruchsvollen Qualitätsforderungen hervorragend als Instrument geeignet sei, die Unterrichts- und Erziehungsarbeit von Schulen professionell, umfassend und vergleichbar zu bewerten.

"Die Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems bietet zahlreiche Vorteile für die Schulen, die Auszubildenden und für die Wirtschaft. Ich danke daher allen, die mit großem Engagement diese Aufgabe bewältigt haben", betonte Kultusminister Schreier.


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