VBE fordert Stopp am Schulbus

"Wenn ein Schulbus hält, muss der gesamte Verkehr ruhen", fordert der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. "Die Straßenverkehrsordnung muss dahingehend geändert werden. Vorsichtiges Vorbeifahren, wie es jetzt im § 20 geregelt ist, reicht nicht aus."

25.04.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Zugleich sollte für Schulbusfahrer generell die Promillegrenze Null betragen. Kinder dürften nicht gefährdet werden, so Eckinger, damit andere Verkehrsteilnehmer falsch verstandene Mobilität ausleben könnten. "Eltern können erwarten, dass ihre Kinder sicher in die Schule gelangen. Nicht zuletzt durch die demografische Entwicklung verlängern sich die Schulwege in Deutschland und der Schulbus wird für immer mehr Familien zur alltäglichen Realität", betont Eckinger.

Der VBE-Bundesvorsitzende hat die Forderungen dem Bundesverkehrsminister übermittelt und zugleich den Vorschlag erneuert, ein staatliches Qualitätssiegel für Busunternehmen zu schaffen, die Schulbusfahrten und Klassenfahrten anbieten. Eine freiwillige Selbstkontrolle der Busunternehmen bezeichnet Eckinger als "ersten Schritt in die richtige Richtung". Eckinger weiter: "Die Maxime für jeglichen Transport von Kindern und Jugendlichen muss heißen: Sicherheitsdruck gegen Preisdruck. Für den Schülertransport müssen bundeseinheitliche Sicherheitsstandards gelten."

Der VBE schlägt außerdem vor, für Schulbusfahrer eine Weiterbildung zu entwickeln und anzubieten, die die spezifischen Anforderungen in pädagogischer, juristischer und sicherheitstechnischer Hinsicht vermittelt.

Der jetzige § 20 der Straßenverkehrsordnung geht bereits auf eine Initiative des VBE aus dem Jahre 1995 zurück. Damals hatte die Lehrergewerkschaft mit Unterstützung des ADAC, des Bundeselternrats, des Deutschen Kinderschutzbunds und des Deutschen Beamtenbunds eine halbe Million Unterschriften gesammelt und diese dem Bundesratspräsidenten übergeben.


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