"In Bayern und seinen Regionen werden historische Entwicklungen hautnah greifbar"

Die Initiative zur Bayerischen Landesgeschichte von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ist heute in ein neues Stadium getreten, in die Phase, in der Historiker und Kulturwissenschaftler konkrete Vorschläge erarbeiten, um Erkenntnisse der Landesgeschichte stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Heute konstituierte sich der erste von vier Gesprächskreisen, nämlich der zur Bayerischen Landesgeschichte in der Schule.

21.04.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Das Ziel meiner Initiative ist es, der Bayerischen Landesgeschichte eine höhere Bedeutung zu geben", betonte Minister Spaenle. Die Landesgeschichte biete die Möglichkeit, politische, soziale und kulturelle Entwicklungen, aber auch Schicksale von Opfern und Handlungen von Tätern hautnah nachzuvollziehen. Hier werde Geschichte lebendig. "In Bayern und seinen Regionen werden geschichtsträchtige Orte und handelnde Personen authentisch greifbar", unterstrich Minister Spaenle, selbst promovierter Landeshistoriker.

In den kommenden Tagen werden drei weitere Gesprächskreise die Arbeit aufnehmen, einer zum "Bayernbild in den Medien", einer zum Thema "Bayern als Vermittlungsgegenstand in Vereinen und bei historischen Festen" und einer zu "Bayern im Kontext nationaler und internationaler Geschichtsbilder".

Bei der Initiative zur Landesgeschichte sollen allen Epochen der Bayerischen Geschichte in den Blick genommen werden, von der Phase der römischen Besetzung über die Völkerwanderung, das bayerische Herzogtum, Kurfürsten- und Königtum über die 1. Bayerische Republik, das Dritte Reich und den Freistaat Bayern bis heute. Gerade in der Zeitgeschichte", so der Minister, "gibt es eine enge Verflechtung der Landesgeschichte mit der politischen Bildung, mit der Erziehung zur Demokratie und der Immunisierung gegen extremistische Gedanken".

"Ich bin froh, dass meine Initiative bei renommierten Vertretern von zentralen Einrichtungen und Organisationen, die sich mit der Landesgeschichte und ihren vielfältigen Facetten beschäftigen, auf fruchtbaren Boden gefallen ist", so der Minister. Mit von der Partie sind Professoren von allen bayerischen Universitäten, Schulen, das Haus der Bayerischen Geschichte, Archive und Bibliotheken, KZ-Gedenkstätten und Dokumentationszentren sowie Praktiker der Geschichtsvermittlung aus unterschiedlichen Feldern. Die Koordination liegt bei der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit.

"Landesgeschichte vermittelt Menschen in einer globalisierten Welt Identität und Heimat." Diese Erfahrung hatte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle im Januar 2009 dazu bewogen, am Sophie-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München eine Initiative zur Bayerischen Landesgeschichte zu starten. Die Initiative soll bis 2010 wichtige Impulse geben, um an landes- und regionalgeschichtlichen Beispielen Geschichte besser erfahrbar zu machen, als dies im nationalen und übernationalen Kontext möglich ist.


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