Koalition will Regional- und Minderheitensprachen stärker fördern

(hib/AS) Regional- und Minderheitensprachen in Deutschland sollen im Bereich von Bildungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen, in Verwaltungen und Medien stärker zur Geltung kommen. Das fordern die CDU/CSU- und SPD-Fraktion in einem gemeinsamen Antrag ([16/11773](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/117/1611773.pdf)), der an die Ratifizierung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen erinnert. Im Jahr 2009, zehn Jahre nach Inkrafttreten der Charta in Deutschland, soll zudem ein Sprachkongress die Bedeutung dieser Sprachen fördern und für die Mehrsprachigkeit in Europa werben, heißt es in dem Antrag weiter.

29.01.2009 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Minderheiten und Sprachgruppen stehen in Deutschland im Rahmen der Europäischen Sprachencharta Sonderrechte zur Wahrung ihrer Identität zu "Mit der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen ist ein Meilenstein für Sprachtoleranz und Sprachförderung in Europa gesetzt worden", schreibt die Koalition in ihrem Antrag. Mit der Charta sollen in einem Vertragsstaat gesprochene Sprachen als Teil des europäischen Kulturerbes besser geschützt werden. In Deutschland gilt Niederdeutsch als Regionalsprache. Als Minderheitensprachen werden die Sprachen der nationalen Minderheiten der Dänen, der Sorben, der Friesen sowie der deutschen Sinti und Roma anerkannt.

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