Linke fordert angemessene Vergütung von Praktikanten

(hib/STO) Die Fraktion Die Linke macht sich für eine "angemessene" Vergütung aller Praktikanten in den Bundesministerien und dem Bundeskanzleramt stark. Auch solle die Bundesregierung "für eine qualifizierte Betreuung Sorge tragen" und jedem Praktikanten einen Praktikumsvertrag sowie ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen, fordert die Fraktion in einem Antrag ([16/11662](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/116/1611662.pdf)).

26.01.2009 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Darin kritisiert sie, dass Praktikanten in Bundesministerien und Kanzleramt "in der Regel" keine beziehungsweise keine angemessene Vergütung erhielten. So würden etwa im Bundesministerium für Arbeit und Soziales die jährlich rund 100 Praktikanten allein mit einem Fahrtkostenzuschuss und Essensgutscheinen entlohnt. In den anderen Ministerien sehe es ähnlich aus. Die höchste Aufwandsentschädigung erhielten Praktikanten im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, doch betrage sie auch hier "gerade einmal 100 Euro im Monat". Durch diese Regelungen könnten sich "nur Privilegierte ein Praktikum in einem Bundesministerium oder dem Bundeskanzleramt leisten", argumentiert die Fraktion. Wer dagegen auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen sei oder die zusätzlichen Kosten etwa für die Unterkunft am Praktikumsort nicht aufbringen könne, müsse auf eine Bewerbung verzichten. Somit trage die Bundesregierung "zur Verfestigung sozialer Ungleichheit bei".

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