"Mit ehrenamtlichem Engagement Zivilgesellschaft mit gestaltet"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle händigte heute in München fünf verdienten Persönlichkeiten aus München, Dingolfing, Schwabmünchen und Inning am Ammersee das Bundesverdienstkreuz aus. Verliehen wurde die Auszeichnung durch Bundespräsident Horst Köhler aufgrund des besonderen Engagements dieser Persönlichkeiten für Staat und Gesellschaft. Minister Spaenle betonte, dass die Persönlichkeiten über Jahrzehnte durch ihr ehrenamtliches Engagement die Zivilgesellschaft mit gestaltet haben.

29.04.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ausgezeichnet wurden mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland: Hartmut Courvoisier aus Schwabmünchen, Udo Egleder, MdL a.D., aus Dingolfing, Pfarrer i. R. Walter Joelsen aus München, und Roswitha Soltau aus München.

Das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland nahm aus den Händen von Minister Spaenle entgegen: Bruno Dietz aus Inning am Ammersee.

Bruno Dietz, dem Minister Spaenle ein bedeutendes Lebenswerk bescheinigte, hat sich vor allem im Bayerischen Landes-Sportverband e.V. (BLSV) mit hohem persönlichen Engagement eingebracht, u.a. als Stellvertretender Kreisvorsitzender, Bezirksreferent, Stellvertretender Bezirksvorsitzender, Vorsitzender des Bezirks Oberbayern und Mitglied des Präsidiums des BLSV. 42 Jahre hatte Bruno Dietz als Gemeinderat der Gemeinde Inning und sechs Jahre als zweiter Bürgermeister die Geschicke seiner Heimatgemeinde mit gelenkt. Seit 1984 gehört er auch der Kirchenverwaltung der katholischen Pfarrkirche Inning an. Minister Spaenle bescheinigte Bruno Dietz "herausragendes Wirken".

Hartmut Courvoisier erhält die Auszeichnung für sein besonderes Engagement für Menschen mit Behinderung, u.a. als langjähriger Übungsleiter der Kontaktgruppe Behindert und Aktiv e.V., als Sportwart des Bezirksverbandes Schwaben, als Landessportwart Rehasport und in herausgehobenen Funktionen des Behinderten- und Versehrtensportverbandes Bayern e.V.. 2004 übernahm Hartmut Courvoisier die Präsidentschaft dieses Verbandes mit seinen rund 40.000 Mitgliedern. Hartmut Courvoisier ist auch Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes. Minister Spaenle unterstrich, dass es das besondere Verdienst von Hartmut Courvoisier sei, vielen Menschen mit Einschränkungen das Erlebnis vermittelt zu haben, mitten in der Gesellschaft stehen und dort wirken zu können.

Walter Joelsen bringt sich mit "seinem selbstlosen und unermüdlichen Wirken" in die Erinnerungsarbeit im Umfeld der KZ-Gedenkstätte Dachau ein. Als Zeitzeuge arbeitet er an der Aufklärung vor allem junger Menschen über die NS-Verbrechen nachhaltig mit. Seit 1998 gestaltet Walter Joelsen die "Internationalen Jugendbegegnungen" und die "Studientage für Schulklassen" in Dachau mit. Der ehemalige Lehrer und evangelische Pfarrer übernimmt bis heute sonntags den Predigtdienst in der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau. Minister Spaenle bezeichnete Walter Joelsen als "Freund und Unterstützer" der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Udo Egleder hat sich u.a. als Kommunalpolitiker im Landkreis Dingolfing-Landau Verdienste erworben. Er gehörte von 1994 bis 2003 sowie im Jahr 2008 dem Bayerischen Landtag an. Darüber hinaus gestaltete Udo Egleder ehrenamtlich die Gesellschaft seiner Region mit, etwa als Handball-Jugend- und -Übungsleiter beim Turnverein Dingolfing. Ebenso in der Bayerischen Sportjugend, als Kreisvorsitzender Dingolfing-Landau des Kreisjugendrings und als Vorsitzender des Bezirks Niederbayern des Bayerischen Landes-Sportverbandes e.V. (BLSV). In der Evangelischen-Lutherischen Kirche engagierte sich Udo Egleder als Kirchenvorstand seiner Kirchengemeinde, in der Dekanatssynode, im Dekanatsausschuss und in der Landessynode. "Sie kennen die Nöte und Sorgen der Bevölkerung", zog Minister Spaenle ein Fazit zur Arbeit des ehemaligen Abgeordneten.

Roswitha Soltau arbeitet seit 1976 in der Drogen- und Suchtberatung in Berlin und München mit. Nach einer Tätigkeit als Leiterin der Jugendabteilung in einem Gefängnis in Berlin initiierte sie in München z.B. die therapeutische Wohngemeinschaft "PrimaDonna" für drogenabhängige Frauen, wirkte als Frauenreferentin im Drogenbereich bei "Daytop" und gründete den Verein "extra", Träger des Beratungszentrums "extra e.V. für Frauen und Mädchen sowie deren Kindern". Ihr ist es gelungen, 1999 eine Mutter-Kind-Entzugsstation im Bezirkskrankenhaus Haar als Modellinstitution einzurichten.

Sie hat in unterschiedlichen Funktionen wichtige Impulse im Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. gegeben und engagiert sich hier weiterhin. Minister Spaenle betonte: "Frau Soltau, Sie haben viele neue Wege in der Drogenhilfe beschritten und haben damit der Gesellschaft die Augen für die Probleme und mögliche Hilfen öffnen helfen."


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