"Sinkende Geburtenzahlen führen nicht zu fühlbaren Minderausgaben"

(hib/SUK) Im Jahr 2005 sind in Deutschland 686.000 Kinder lebend geboren worden. Bleibt die Kinderzahl je Frau von derzeit 1,4 Kindern pro Frau gleich, ist nach der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes ein Rückgang der Geburtenzahlen um rund 34.000 auf 652.000 Kinder bis 2012 zu erwarten. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort ([16/5147](http://dip.bundestag.de/btd/16/051/1605147.pdf)) auf eine Kleine Anfrage der Grünen ([16/4742](http://dip.bundestag.de/btd/16/047/1604742.pdf)) mit.

21.05.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Bislang habe der Geburtenrückgang nicht zu einem merkbaren Rückgang der Kindergeldleistungen geführt - dies liege vermutlich daran, dass die Anzahl der Kindergeldbezieher in der Altersgruppe der über 18-Jährigen zugenommen habe. Eine Prognose über das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Elterngeld müsse abgewartet werden, auch eine gesicherte Grundlage für die Kalkulation demografisch bedingter potenzieller Minderausgaben in Bezug auf die steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungskosten liege noch nicht vor. In ihrer Antwort teilt die Bundesregierung weiter mit, es lägen ihr keine Zahlen der Länder und Kommunen bezüglich potenzieller Minderausgaben als Folge rückläufiger Geburtenzahlen vor. Dadurch dürften auf Länder- und auf kommunaler Ebene zunächst "gewisse finanzielle Spielräume" entstehen. Die Regierung erwarte von Ländern und Kommunen, dass diese Einsparungen für den Ausbau der Tagesbetreuung für unter Dreijährige eingesetzt werden.

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Deutscher Bundestag

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