Auf der didacta 2015

10 Produkte mit dem "digita 2015" ausgezeichnet

(red/pm) Zum 20. Mal wurde heute der Deutsche Bildungsmedien-Preis "digita 2015" verliehen. Zehn digitale Angebote sind im Rahmen der didacta 2015 in Hannover ausgezeichnet worden.

26.02.2015 Artikel

Die Schirmherrschaft des "digita 2015" wurde von der Niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt übernommen. "Der Einsatz digitaler Medien im Unterricht ist inzwischen fester Bestandteil schulischer Bildung in unserer modernen Kommunikations- und Dienstleistungsgesellschaft", erklärte die Ministerin. "Notebooks, Tablets und nicht zuletzt das Internet können dabei helfen, Lernprozesse für Schülerinnen und Schüler abwechslungsreicher zu gestalten, das eigenständige Aufnehmen von Inhalten zu fördern und die Kompetenz im Umgang mit modernen Medien zu stärken. Gleichzeitig müssen wir Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, sich souverän und verantwortungsbewusst in der digitalen Welt zu bewegen. Mit einem umfangreichen Gesamtkonzept zur Medienbildung steht die Niedersächsische Landesregierung den Schulen hier zur Seite."

"Produktiver Unterricht braucht hochwertige, an den Lehrplänen orientierte, digitale Inhalte und intuitive, leicht zu bedienende Software. Sie sind in einer Kette von Voraussetzungen, die für eine gelingende Bildung mit digitalen Medien erfüllt werden müssen, zentrale Bausteine", betonte der Präsident des Didacta Verbandes Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis in seinem Grußwort.

Der Deutsche Bildungsmedien-Preis zählt zu den renommiertesten Preisen in der Bildungsbranche im deutschsprachigen Raum. Seit 1995 begleitet der "digita" den Entwicklungsprozess digitaler Bildungsmedien. Träger des "digita" ist das IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft an der TU Berlin. Zur Jury gehören sechs Fachleute aus Wissenschaft, Bildungsadministration und Lehrpraxis.

In einer ersten Runde hatten die Juroren nach ausführlicher Beratung mit Fachgutachtern 22 Produkte für den "digita 2015" nominiert, unter denen die 10 Preisträger ermittelt wurden:

In der Kategorie Allgemeinbildende Schule ging der Preis in der Sparte Grundschule an "Snappet - Das Grundschultablet" (Snappet GmbH, Königstein im Taunus). Es bietet vorkonfigurierte, auf die Bedarfe der ersten Klassen abgestimmte Tablets. Die Sparte Sekundarstufe I gewann "LEGO® MINDSTORMS® Education EV3" (LEGO Education, Grasbrunn), mit dem Kinder und Jugendliche das Bauen und Programmieren von Robotern erlernen können.

In der Kategorie Privates Lernen vergab die Jury drei Preise: Die Webseite "GuckmichTV (GuckmichTV Heike Menke und Srecko Felix Benjak GbR, Köln)", die für gehörlose Kinder und Jugendliche optimierte Wissensvideos anbietet, siegte in der Sparte über 6 Jahre. Die Sparte über 10 Jahre gewann das Nachhilfeportal "Lernhelfer" (Bibliographisches Institut GmbH, Berlin). In der Sparte über 16 Jahre zeichnete die Jury mit BERUFE Entdecker (Meramo Verlag GmbH, Nürnberg) eine Webseite sowie eine App zur Berufsorientierung aus.

In der Kategorie Berufliche Bildung und Studium erhielt das Lernportal CNE - Das multimediale Fortbildungsangebot für die Pflege (Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart) den Preis in der Sparte Weiterbildung. In der Sparte Studium ist der Preisträger "MOOCen gegen chronisches Aufschieben! Der Massive Open Online Course über und gegen chronisches Aufschieben (Prokrastination)" (Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe).

MyBookMachine (co.Tec Gesellschaft für Softwaredistribution mbH, Rosenheim), eine Software zum Erstellen eigener multimedialer E-Books zum Lehren und Lernen, siegte in der Kategorie Didaktische Werkzeuge.

Die Jury führte im laufenden Wettbewerb mit "Diagnostik und Förderplanung" eine neue Kategorie ein. Hiermit wird dem wachsenden Bedarf an entsprechenden Produkten Rechnung getragen. Erster Gewinner der Kategorie ist die Sprachdiagnostiksoftware PiccoLOG (Decision Products, Fröndenberg). Den Sonderpreis vergab die Jury an den Medienpass NRW der gleichnamigen Initiative und zeichnet damit den ganzheitlichen Ansatz aus, Medienkompetenz im Schulunterricht eines ganzen Bundeslandes zu verankern.


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