10.000 Mal außergerichtliches Bemühen um Rechtsfrieden

Im Land Brandenburg bieten - neben den Sozialen Diensten der Justiz - fünf freie Träger der Jugendhilfe den Täter-Opfer-Ausgleich für Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren an. Im Zeitraum seit dem Jahr 1995 haben sie jetzt den 10.000. Fall bearbeitet. Jugendminister Holger Rupprecht würdigt anlässlich dieses "Jubiläums" die Arbeit der Träger und ihrer Mitarbeiter. "Die engagierte Arbeit der Vermittlerinnen und Vermittler ermöglicht Reaktionen auf Straftaten Jugendlicher, die im klassischen Strafverfahren nicht möglich sind", so Rupprecht.

03.07.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Im Täter-Opfer-Ausgleich erfahren die Opfer, warum ihnen etwas passiert ist und erhalten eine Wiedergutmachung - die Täter wiederum werden mit den Folgen ihres Handelns konfrontiert und können sich vor ihrer Verantwortung nicht verstecken. Eine solche Art der Auseinandersetzung ist eine Chance, Probleme zu lösen, statt sie eskalieren zu lassen." Justizministerin Beate Blechinger: "Erfolgreich zwischen Opfern und Tätern vermitteln kann nur, wer akzeptiert ist. Die freien Träger haben hier große Autorität erworben. Mit ihrer Arbeit entlasten sie erheblich die Sozialen Dienste der Justiz, deren Mitarbeiter sich dadurch konzentrierter etwa der Bewährungskontrolle von Verurteilten widmen können."

Bei den 10.000 Fällen der vergangenen 14 Jahre wurde in 58 Prozent der Fälle eine Einigung zwischen den Beteiligten erzielt. Dabei wurden insgesamt 89.470 Euro Schmerzensgeld, 93.330 Euro Schadensersatz sowie 4977 Arbeitsstunden vereinbart.


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