12.01.: Warnstreiks beim Festakt in Tübingen

Der Festakt zum 60jährigen Jubiläum des Internationalen Bunds (IB) in der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Tübingen wird am Montag (12.01.) von Protesten der Beschäftigten begleitet werden. Die Gewerkschaften ver.di und GEW rufen zu Warnstreiks auf, da der private Bildungsträger bisher die gewünschten Lohnerhöhungen verweigert.

11.01.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Der IB e.V. ist einer der größten privaten Bildungsträger im Südwesten, betreibt Privatschulen und ist ein großer Arbeitgeber in der Beruflichen Bildung, Weiterbildung und sozialen Arbeit. Im Jahr 2008 hat er mit einer deutlich positiven Bilanz abgeschlossen. Mit der dreijährigen Aussetzung der in der Gehaltstabelle vorgesehenen Lohnerhöhungen haben die Beschäftigten in den vergangenen Jahren mit etwa 14 Millionen Euro zur Sanierung des privaten Bildungsträgers beigetragen. Nachdem es seit mehreren Jahren keine Lohnerhöhung mehr gab, hat sich nun die wirtschaftliche Lage des IB konsolidiert. Die Beschäftigten fordern deshalb eine Lohnerhöhung im Volumen von 10 Prozent, mindestens aber 250 Euro, um die Nettolohnverluste der letzten Jahre auszugleichen. Aktuell befinden sich die Gewerkschaften ver.di und GEW in einer harten Tarifauseinandersetzung. Die Gewerkschaften rufen deshalb am 12. Januar alle Beschäftigten des IB e.V. in Baden-Württemberg zu einem Warnstreik auf. Am Ort der Feier werden mehrere hundert IB-Beschäftigte den Festakt mit einer Parallelveranstaltung begleiten.

"Die Beschäftigten des IB haben durch Lohnverzicht dazu beigetragen, die sehr schwierige Phase in der Weiterbildungsbranche zu überstehen. Die engagierte Arbeit mit einer häufig schwierigen Klientel ist äußerst belastend und muss nun auch entsprechend entlohnt werden. Es darf nicht sein, dass das Jubiläum auf Kosten der Beschäftigten gefeiert wird, " sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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