aequitas – Preis des Saarlandes 2007 gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen an Schwester Anne-Katrien verliehen

Die Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat am (heutigen) Montag, 10. Dezember 2007 in der Staatskanzlei des Saarlandes, erstmalig den aequitas – Preis des Saarlandes 2007 für besonderes Engagement gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen an Schwester Anne-Katrien vom Orden der Weißen Schwestern in Ruanda verliehen.

10.12.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Mit dem Preis wollen wir am heutigen Internationalen Tag für Menschenrechte, den Blick der Öffentlichkeit auf Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen, auf die massenhaft stattfindenden Menschenrechtsverletzungen an Frauen und vor allem auf diejenigen richten, die sich in beispielgebender Form und mit großem Mut dagegen zur Wehr setzen. Ziel dieses Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit dem aequitas – Preis wollen wir ein Zeichen setzen gegen Menschenrechtsverletzung an Frauen und für Humanität und Menschenwürde. Menschenrechtsverletzungen sind ein Thema für die ganze Gesellschaft und nicht nur der Staat sondern jede und jeder einzelne ist gefragt, wenn Rechte von Frauen, in welcher Form auch immer verletzt werden", so die Ministerin.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, von der Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp-Karrenbauer in Kooperation mit der Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH verliehen.

In der durch Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer vorgetragenen Begründung der Jury wurde Schwester Anne-Katrien für ihr langjähriges Wirken in der Betreuung von Gefängnisinsassinnen und deren Kindern in Kigali und ihres beispielgebenden, mutigen Engagements für eine Verbesserung der Haftbedingungen gewürdigt.

Stellvertretend für Schwester Anne-Katrien nahm die CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Granold, den Preis in Empfang. Ute Granold hatte Schwester Anne-Katrien für die Auszeichnung vorgeschlagen. Sie besuchte 2006 mit der Menschenrechtskommission des Bundestages das Gefängnis in Kigali.

Der Sonderpreis der Jury in Höhe von 2.500 wurde an die pakistanische Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Asma Jahangir verliehen. Sie führt einen langjährigen, mutigen Kampf für die Rechte pakistanischer Frauen, die wegen angeblicher "Verletzung der Familienehre" Opfer von Säureattentaten oder Verbrennungsanschlägen wurden oder davon bedroht sind. Zudem wurde sie für ihr Engagement in der Ausbildung sogenannter Barfußanwältinnen, die betroffene Frauen über ihre Rechte aufklären und ihnen Schutz und Hilfe bieten, gewürdigt. Die Preisträgerin wurde von der Vorsitzenden der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland in Trier, Ilse Diewald vorgeschlagen, die den Preis stellvertretend in Empfang nahm.

Insgesamt wurden 20 Vorschläge für eine Auszeichnung mit dem aequitas-Preis eingereicht. Der Jury gehörten an die Gründerin von SOLWODI Schwester Dr. Lea Ackermann, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die Frauenrechtlerin und Autorin Seyran Ates, die Journalistin und Moderatorin Bettina Böttinger sowie Friederike von Rechenberg von der Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH.


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