Alle Kinofilme für die Nachwelt erhalten

(hib/SKE) Um Filme als kulturelles Erbe zu erhalten, sind ein zentrales Archiv und eine zentrale Datenbank nötig. Darin waren sich die Experten am Mittwochnachmittag bei einer Anhörung zum Thema Filmerbe im Kulturausschuss einig. "Das Bundesarchiv ist die einzige Einrichtung, die sich aktiv um die Rettung dieses Erbes kümmert und die die besten Möglichkeiten zur Langzeitarchivierung hat", warb Karl Griep, Leiter der Abteilung Film des Bundesarchivs, für seine Einrichtung.

19.06.2008 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Unterstützung bekam er von seinen Kollegen "Unser Ziel ist die vollständige Erfassung des Bestandes, deswegen sollte das Archiv mit den besten Voraussetzungen dafür zuständig sein. Das ist das Bundesarchiv", betonte Rainer Rother, künstlerischer Direktor der Stiftung Deutsche Kinemathek.

Die Sachverständigen sprachen sich grundsätzlich für eine möglichst umfangreiche Archivierung von Filmen aus, die in deutschen Kinos gezeigt wurden. Das beträfe Spielfilme für Erwachsene und Kinder, Trickfilme und - je nach Definition - auch Dokumentationen.

Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts in Frankfurt, betonte: "Wenn man Kinofilme als Grundlage nimmt, muss man auch alle Werbefilme akzeptieren."

Andere Experten sprachen sich dafür aus, lediglich 20 Prozent der Werbefilme aufzuheben. Hintergrund der Anhörung war ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (16/8504), in dem ein besserer Schutz des filmischen Erbes und eine nationale Filmografie gefordert werden

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