Baden-Württemberg

Baden-Württemberg mit höchster Studienabschlussquote unter den Flächenländern

Die heute erschienene Veröffentlichung "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" präsentiert seit 2006 jährlich ausgewählte Bildungsindikatoren auf Ebene der Bundesländer und stellt sie in einem internationalen Vergleich dar. Diese Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ergänzt die OECD-Veröffentlichung "Bildung auf einen Blick". Rund 36 Prozent eines Jahrgangs schließen ein Hochschulstudium erfolgreich ab Im Abschlussjahrgang 2011 konnten nach Angaben des Statistischen Landesamts gut 46 800 Absolventen ihr Studium an einer Hochschule in Baden-Württemberg erfolgreich abschließen. Damit erreichten rund 36 Prozent eines alterstypischen Jahrgangs einen Hochschulabschluss, knapp 2 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

11.09.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Mit diesem Anteil nahm Baden-Württemberg vor Hessen und Sachsen (je rund 33 Prozent) den Spitzenplatz unter den deutschen Flächenländern ein. Lediglich in den Stadtstaaten Bremen (knapp 48 Prozent), Hamburg (gut 42 Prozent) und Berlin (gut 36 Prozent) wurden 2011 höhere Werte erreicht. Diese sind hier allerdings nur eingeschränkt vergleichbar, da sie von Bildungspendlern aus den umliegenden Bundesländern profitieren. Bundesweit liegt die Studienabschlussquote bei 31 Prozent.

Fast ein Drittel der Hochschulabsolventen in MINT-Fächern sind weiblich

Fast 53 Prozent der baden-württembergischen Hochschulabsolventen des Jahrgangs 2011 waren weiblich. Je nach Fächergruppe war dieser Anteil sehr unterschiedlich: Am höchsten lag er in der Fächergruppe "Geisteswissenschaften und Kunst" mit drei von vier Absolventen, am niedrigsten in der Fächergruppe "Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen", in der nur jeder fünfte Absolvent weiblich war.

In der Addition der beiden die MINT-Fächer 1) umfassenden Fächergruppen "Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen" sowie "Bio- und Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik" waren in Baden-Württemberg rund 33 Prozent der Absolventen Frauen. Innerhalb der Fächergruppen stellte das Statistische Landesamt deutliche Unterschiede fest. In den Biowissenschaften war der Frauenanteil mit gut 70 Prozent weit überdurchschnittlich, in Informatik lag er dagegen nur bei gut 18 Prozent. Immerhin stellte dies eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert um knapp 2 Prozentpunkte dar.

Im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt von knapp 55 Prozent war der Anteil weiblicher Hochschulabsolventen in Baden-Württemberg um etwas weniger als 2 Prozentpunkte niedriger. Den höchsten Frauenanteil wies Brandenburg mit knapp 59 Prozent auf.

Fast jeder 10. besucht eine weiterführende Schule in freier Trägerschaft

Bei den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen wies Baden-Württemberg im Schuljahr 2011/12 einen relativ hohen Anteil von Schülern auf, die an einer Schule in freier Trägerschaft unterrichtet wurden. An Schulen der Sekundarstufe I 2) sind dies 10 Prozent und an Schulen der Sekundarstufe II 3) gut 9 Prozent. Damit lag Baden-Württemberg im Vergleich der Bundesländer jeweils auf dem zweiten Rang. In der Sekundarstufe I wies nur Bayern mit knapp 14 Prozent und in der Sekundarstufe II Nordrhein-Westfalen mit gut 10 Prozent einen höheren Wert auf.

In der Primarstufe war der Anteil der Schüler an Schulen in freier Trägerschaft in Baden-Württemberg mit 5 Prozent deutlich niedriger. Er lag aber immer noch über dem bundesweiten Durchschnitt von gut 4 Prozent.

Die Veröffentlichung kann im gemeinsamen Statistik-Portal der Statistische Ämter des Bundes und der Länder kostenlos heruntergeladen werden.

1) MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
2) Weiterführende Schulen mit den Klassenstufen 5 bis 10 bzw. 9 (bei 8-jährigen Gymnasien).
3) Gymnasiale Oberstufe.

Veröffentlichung (PDF): "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2013"


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