Bayerische Kunstförderpreise in der Sparte Musik und Tanz für Veronika Eberle, Alexander Muno, Daniel Zaboj und das Ensemble piano possibile

Die mit je 5.000 Euro (Einzelkünstler) bzw. 8.000 Euro (Ensemble) dotierten Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Musik und Tanz gehen in diesem Jahr an Veronika Eberle, Alexander Muno, Daniel Zaboj und das Ensemble piano possibile. Dies gab Kunstminister Thomas Goppel am Dienstag bekannt. "Der Bayerische Kunstförderpreis ist Anerkennung für das bisher Geleistete und soll zugleich Ansporn und Unterstützung in ideeller und materieller Hinsicht für den eingeschlagenen künstlerischen Werdegang der jungen Preisträger sein", betonte der Kunstminister. "In diesem Jahr können wir im Bereich Musik und Tanz wieder drei begabte junge Künstlerinnen und Künstler auszeichnen, darunter eine Violinistin, einen Komponisten und einen Tänzer. Hinzu kommt ein Ensemble für Neue Musik."

30.10.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Die Violinistin Veronika Eberle kam bereits im Alter von 10 Jahren als Jungstudentin ans Richard-Strauss-Konservatorium München. Seit 2001 ist sie Schülerin der Violinklasse von Ana Chumachenco an der Hochschule für Musik und Theater München. Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere gehören neben einer Vielzahl von Preisen vor allem Engagements mit national und international renommierten Orchestern und Dirigenten, zum Beispiel den Berliner Symphonikern unter Sir Simon Rattle bei den Salzburger Festspielen 2006.

Der Komponist Alexander Muno studierte in Saarbrücken und Würzburg, machte seinen Abschluss mit Auszeichnung und absolvierte anschließend die Meisterklasse. 2004 war er Preisträger der Komponistenwerkstatt der Hamburgischen Staatsoper, 2005 Finalist der Queen Elizabeth International Music Competition, 2006 Förderpreisträger der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Er hat bereits vier Streichquartette vollendet und arbeitet derzeit an der Fertigstellung seiner ersten Oper.

Der Choreograph und Tänzer Daniel Zaboj wurde an den Konservatorien von Ostrava und Brünn im klassischen Bühnentanz ausgebildet. 1994 studierte er an der London Contemporary Dance School Modern Dance, bis er 1999 als Solist an das Theater in Augsburg kam. Fielen schon die Arbeiten für die Kammertanzabende wie "Labyrinth of Temptation" oder "Why Tango" – das er auch in Japan aufführte – durch sehr erfrischende Handschrift auf, so gelang ihm mit "Rap FOR Peace" 2006 eine choreographische Arbeit, die unterschiedlichste Stilrichtungen in einer aufregenden, und doch poetischen Atmosphäre vereinten.

Das Münchner Ensemble piano possibile widmet sich seit Jahren mit viel Einsatz und Engagement der Pflege neuer Musik. An den Projekten von piano possibile sind bis zu 22 Musiker beteiligt, das Repertoire umfasst über 130 Werke, von denen allein 45 Kompositionen von piano possibile uraufgeführt wurden. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Verbindung von Musik und szenischer Darstellung. Daneben gastiert das Ensemble bei zahlreichen Festivals und arbeitet regelmäßig mit Institutionen wie der Bayerischen Theaterakademie zusammen.

Der Bayerische Kunstförderpreis soll junge, begabte Künstler unterstützen. Die Preisträger müssen über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sein. Kunstminister Thomas Goppel wird alle Bayerischen Kunstförderpreise, die auch an Künstler in den Sparten darstellende sowie bildende Kunst und Literatur verliehen werden, am 21.11.2007 um 18.00 Uhr im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz überreichen.


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