Birk: "Luft- und Raumfahrt ist Vorzeigebranche des Landes"

"Auf dem Weg in die ´Wissenswirtschaft´ der Zukunft müssen wir uns dem Strukturwandel stellen, um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes in einer globalisierten Wirtschaft zu sichern. Die gute Positionierung des Landes im Bund und in Europa auch in den kommenden Jahren hängt eng mit einem hohen Strukturanteil wissensintensiver Branchen zusammen. Die wirtschaftlich wie wissenschaftlich äußerst dynamische Luft- und Raumfahrt ist dabei eine unserer wichtigsten Vorzeigebranchen." Dies sagte Dr. Dietrich Birk, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in seinem Festvortrag auf der Mitgliederversammlung des Forums Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg e. V. (LRBW) am 22. Februar in Oberkochen.

22.02.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dass Baden-Württemberg mit seiner hohen Hochschuldichte und Forschungsintensität zu den führenden Technologieregionen Europas zählt, sei, so der Staatssekretär, einer nachhaltigen Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik zu verdanken. Eine Strategie, die "weiter vorangetrieben werde". Knapp vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts gehen in Forschung und Entwicklung. Das Land liegt damit über dem Durchschnitt der anderen Bundesländer und der OECD-Länder. Wirtschaft und öffentliche Hand geben zusammen über 12 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung aus, was dem Land den bundesweiten Spitzenplatz einbringt. Auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt verfügt Baden-Württemberg über eines der dichtesten und vielfältigsten Spektren an spezialisierten großen und mittelständischen Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten weltweit.

Staatssekretär Birk strich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Grundlagenforschung an den Hochschulen heraus: "Eine der wichtigsten Aufgaben des Staates ist es, möglichst gute Rahmenbedingungen für langfristig orientierte Grundlagenforschung an den Universitäten zu schaffen, woraus sich Perspektiven für Durchbruchsinnovationen ergeben." Im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik verfügt das Land, insbesondere an den Universitäten Karlsruhe und Stuttgart über Höchstleistungsrechner und eine einzigartige Konzentration von Forschern. Der daraus resultierende Wettbewerbsvorteil ist auch für die Unternehmen von hohem Interesse.

Den Transfer von Forschungsergebnissen bezeichnete Birk als wichtiges Kernelement der Innovationspolitik des Landes. "Staatliche Forschungs- und Technologiepolitik richtet ein besonderes Augenmerk darauf, dass alle Möglichkeiten der Vernetzung von staatlichen Programmen und Projekten mit der Wirtschaft genutzt werden. Dies geschieht durch gemeinsame Projekte oder die Einbindung in Gutachter- bzw. Vergabegremien." Birk nannte hierzu die zahlreichen anwendungsbezogenen Förderprogramme, beispielsweise BW-FIT zur Informationstechnik und Informatik, in deren Entwicklung die Wirtschaft von Anfang an einbezogen wird. "Diese Strategie, Vertreter der Wissenschaft und der Wirtschaft auf neuen Technologiefeldern mit hohem Entwicklungspotenzial zusammenzubringen, um Umsetzungsstrategien, Perspektiven und Forschungsdefizite zu erörtern hat sich bewährt." Hiervon könnten, so Birk, nicht zuletzt auch die mittelständischen Unternehmen, die zwei Drittel der Arbeitsplätze und rd. 80 % der Ausbildungsplätze im Land stellen, profitieren.


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