"Bündnis für Werte in der Erziehung" im Land Brandenburg präsentiert Resolution zur Landtags- und Bundestagswahl 2009 sowie Projekte zur Werteaneignung

Brandenburgs Bildungs- und Jugendstaatssekretär Burkhard Jungkamp, der Geschäftsführer des Landesjugendrings, Bernd Mones, und Oberkonsistorialrat Dr. Henning Schluß der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz haben heute in Potsdam stellvertretend für die mehr als 30 Mitglieder des brandenburgischen "Bündnis für Werte in der Erziehung" die Resolution "Ihre Stimme zählt!" zur Landtags- und Bundestagswahl 2009 sowie 13 Projekte zur Werteaneignung präsentiert.

23.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Das brandenburgische "Bündnis für Werte in der Erziehung" ruft in seiner Resolution zur Landtags- und Bundestagswahl alle dazu auf, am 27. September 2009 die Stimme abzugeben. Jede Stimme mache die Demokratie stärker, so die Unterzeichner des Bündnisses, und jede Stimme sei ein wichtiger Beitrag, um die Errungenschaften des Jahres 1989 auch künftig zu sichern. Das freie, gleiche und geheime Wahlrecht sei eine der wichtigsten Errungenschaften der Friedlichen Revolution. "Ein wirkliches Bild der Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung geben die Parlamente aber nur ab, wenn möglichst viele zur Wahl gehen", so die Unterzeichner. "Von einer geringen Wahlbeteiligung profitieren in erster Linie rechtsextremistische Parteien."

Auch Bildungs- und Jugendstaatssekretär Jungkamp betont die Wichtigkeit von Wahlen: "Die Resolution des 'Bündnis für Werte in der Erziehung' möchte vor allem eins erreichen: die Demokratie stärken und die Bedeutung der freien und demokratischen Willensbildung verdeutlichen. Ich freue mich, dass das Bündnis in seiner ganzen Breite der Vertreter des öffentlichen Lebens im Land Brandenburg deutlich macht: Es darf keinen Platz geben für Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung - weder in Brandenburg noch bundesweit. "

Der Geschäftsführer des Landesjugendrings, Bernd Mones, betont dass die Botschaft der Resolution gerade für Jungwähler von großer Bedeutung ist. "Rechtsextremisten versuchen schon länger, mit populistischen Parolen und fadenscheinigen Angeboten bei jungen Leuten zu punkten. Wir müssen klar machen, dass hinter dieser Fassade eine menschenfeindliche Fratze steckt, die Demokratie und Freiheit gefährdet. Durch eine hohe Wahlbeteiligung und die klare Abgrenzung zu extremistischen Parteien können wir gemeinsam dieser Gefahr entgegen treten."

Der Oberkonsistorialrat Dr. Henning Schluß der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hebt hervor: "Das Politische gehört wie der christliche Glaube zu den Möglichkeiten, nicht zu den Notwendigkeiten des menschlichen Lebens. Es ist ein Leben ohne Literatur, ohne Kultur, ohne Politik ohne die Frage nach dem Sinn unseres Lebens möglich, aber das, was menschliches Leben in seinen Möglichkeiten ausmacht, wäre mit einer solchen Existenz unterboten. Deshalb ist es wichtig, dass ein breites gesellschaftliches Bündnis sich dafür einsetzt, dass Menschen die ihnen geschenkten und von ihnen errungenen Möglichkeiten auch nutzen, damit sie nicht verkümmern und damit das Menschsein verarmt. Darum unterstützt die Evangelische Kirche den Aufruf des Bündnisses für Werte, sich an den Wahlen, aber auch an der politischen Kultur in unserem Land insgesamt zu beteiligen und mündig einzubringen."

Das Brandenburger "Bündnis für Werte in der Erziehung" besteht seit dem 11. Juli 2007 und wird von mehr als 30 Einrichtungen und Verbänden, darunter die Kirchen, Gewerkschaften, Landtagsfraktionen, Wirtschafts-, Jugend- und Sportverbände sowie Kultureinrichtungen im Land getragen. Ziel des Bündnisses ist es, durch gemeinsame Projekte zur besseren Wertevermittlung und Werteaneignung beizutragen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Bündnis zur Kommunalwahl im Land Brandenburg und in diesem Jahr zur Europawahl mit Resolutionen zu Wort gemeldet. Weitere Informationen zum Werte-Bündnis gibt es im Internet unter www.mbjs.brandenburg.de.

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