Baden-Württemberg

Bund und Land verständigen sich über Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Baden-Württemberg hat sich mit dem Bund auf Eckpunkte für die Weiterentwicklung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) verständigt. Der Ministerrat des Landes hat heute eine entsprechende Vereinbarung gebilligt, die von Bundesministerin für Bildung und Forschung Professor Dr. Annette Schavan und Wissenschaftsminister Professor Dr. Frankenberg unterzeichnet wurde.

12.04.2011 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Das KIT ist nicht nur ein deutschlandweit einzigartiges Modell für die Zusammenführung universitärer und außeruniversitärer Forschung, sondern soll sich auch zu einem Modell für mehr Freiheit in der Wissenschaft entwickeln. Deshalb soll das KIT mehr Spielräume für eigenverantwortliches Handeln erhalten. Es geht außerdem darum, die zum Teil unterschiedlichen Regelungen für den Universitäts- und den Großforschungsbereich zu harmonisieren", sagte Minister Frankenberg. "Ich bin überzeugt davon, dass durch mehr Autonomie die wissenschaftliche Qualität des KIT noch weiter gesteigert werden kann", kommentierte Bundesministerin Schavan die gemeinsamen Eckpunkte.

Die Eckpunkte dienen der Umsetzung von Reformschritten, die in der KIT-Verwaltungsvereinbarung vom 30. Juni 2009 zwischen Bund und Land bereits vorgezeichnet sind. In den 18 Monaten seit Gründung des KIT haben Arbeitsgruppen von Land und Bund unter Einbezug des KIT Gespräche über die Weiterentwicklung des KIT geführt und die Ergebnisse in Eckpunkten fixiert.

Die Eckpunkte sehen unter anderem vor, dass das KIT - an Stelle des Landes - Dienstherr für seine Beamten bzw. Arbeitgeber für seine Angestellten wird. Für die Angestellten des KIT ist eine Harmonisierung der anzuwendenden Tarifbestimmungen vorgesehen. Außerdem soll das bewegliche KIT-Vermögen, das bisher im Eigentum des Landes stand, auf das KIT übertragen werden. Auch Bauherr soll das KIT künftig werden können: zunächst für eine fünfjährige Experimentierphase soll das KIT Baumaßnahmen auf dem Campus Mackensen eigenverantwortlich durchführen können; dafür will das Land jährlich ein Baubudget in Höhe von vier Mio. Euro bereitstellen.

Die Eckpunkte bedürfen noch der Umsetzung teils auf Bundes-, teils auf Landesebene.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde zum 1. Oktober 2009 durch das vom Landtag einstimmig verabschiedete KIT-Zusammenführungsgesetz errichtet. Ergänzend zu diesem Gesetz haben der Bund und das Land Baden-Württemberg am 30. Juli 2009 eine Verwaltungsvereinbarung über Errichtung, Ausgestaltung und Betrieb des KIT abgeschlossen. Dort ist vereinbart worden, das KIT binnen 18 Monaten ab seiner Errichtung durch zusätzliche Reformschritte weiterzuentwickeln.

Die "Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Baden-Württemberg über die Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Karlsruher Instituts für Technologie" ist online unter unter www.mwk.baden-wuerttemberg.de/forschung/kit abrufbar.


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