GEW geht gestärkt in die nächsten vier Jahre

Die Bildungsgewerkschaft GEW rechnet damit, dass in den nächsten vier Jahren die veraltete viergliedrige Schulstruktur in Baden-Württemberg reformiert wird. "Unser großer Mitgliederzuwachs zeigt, dass unser Einsatz für ´Eine Schule für alle´ auf immer größere Zustimmung bei Lehrer/innen aller Schularten stößt. Eltern und Wirtschaft akzeptieren die frühe Aufteilung der Kinder mit zehn Jahren nicht mehr. Auch die CDU/FDP-Landesregierung wird ihre Blockadehaltung aufgeben müssen", sagte am Freitag (25.04.) in Heilbronn Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

25.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die 350 Delegierten machten deutlich, dass die GEW über eine Heraufsetzung des Pensionsalters nur verhandeln wird, wenn endlich ein wirksamer Gesundheitsschutz an den Schulen selbstverständlich wird. "Nur jede vierte Lehrkraft arbeitet derzeit bis 65. Die Landesregierung könnte viel Geld sparen, wenn sie dafür sorgt, dass gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer länger unterrichten können", so Moritz.

Ilse Schaad vom GEW-Bundesvorstand kündigte an, dass die GEW einen guten Tarifabschluss für die Landesbeschäftigten in der Tarifrunde 2009 erkämpfen wird. "Die Tarifrunde 2009 beginnt schon jetzt. Vom Tarifabschluss hängt die Besoldungserhöhung der Beamten ab, deshalb werden diese auch massiv den Arbeitskampf der angestellten GEW-Kolleginnen und -Kollegen unterstützen", sagte die Tarifexpertin.

Doro Moritz wird in den nächsten vier Jahren die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg leiten. Sie erhielt am Donnerstag (24.04.) auf der GEW-Landesdelegiertenversammlung in Heilbronn 95 Prozent der Stimmen. Die Delegierten diskutierten über 70 Anträge zu allen Themen der Bildungspolitik.

Weitere Informationen im Internet: www.gew-bw.de

GEW-Landesdelegiertenversammlung: www.gew-bw.de/LDV.html

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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