Baden-Württemberg

Haushalt 2013/14: Und wo bleibt die Bildung?

Die Bildungsgewerkschaft GEW schlägt Alarm, "weil die Landesregierung drauf und dran ist, die Bildung an unseren Schulen kaputt zu sparen. Wenn es so wie in den vergangenen Monaten weitergeht, kann die versprochene "bessere Bildung für alle" nicht erreicht werden", sagt am Montag (26.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

26.11.2012 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Chefin der größten bildungspolitischen Interessenvertretung in Baden-Württemberg erwartet von der ganzen Landesregierung, "mehr als die Sanierung des Haushalts in den Blick zu nehmen und endlich ein klares Konzept für die bildungspolitischen Reformen vorzulegen."

Die GEW bezeichnet die geplanten Sparvorschläge als "konzeptionslos und kontraproduktiv" und nennt als ein Beispiel die Überlegungen zur Halbierung des so genannten "Entlastungskontingents". An den 5.000 Schulen im Land stehen dafür 1.600 Lehrerstellen zur Verfügung, mit denen unter anderem die Computernetzwerke und Fachräume betreut werden und die Steuerung der Schulentwicklung, SMV-Verbindungslehrer/innen, Schüleraustauschprojekte, Kooperation mit KiTas und Suchtprävention ermöglicht werden. "Welches Unternehmen käme auf die Idee, seine Entwicklungsabteilung zu schließen? Die Kultusministerin sollte dann den Schulen auch raten, die Hälfte ihrer Computer abzuschalten, Fachräume für die Naturwissenschaften zu schließen und die Suchtprävention zu stoppen", sagte Moritz.

Die GEW verweist auf die Lehrerbedarfsprognose des Bildungswissenschaftlers Prof. Dr. Klaus Klemm für Baden-Württemberg. Diese hat ergeben, dass es bis 2016 keinen Spielraum für Stellenstreichungen gäbe, selbst wenn nur ein ganz kleiner Teil der versprochenen Reformen umgesetzt würde. Unter dem Motto "Gut angelegt: Geld für Bildung. Qualität statt Kürzungen" macht sich die GEW für die Interessen der Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen stark.

Am 13. Dezember findet während der Haushaltsberatungen im Landtag zusammen mit dem Verein "Schule mit Zukunft" eine Protestaktion in Stuttgart statt. "Die Stimmung an den Schulen ist äußerst besorgniserregend. Die politische und konzeptionelle Arbeit des Kultusministeriums muss sich entscheidend verbessern", sagte Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

GEW-Kampagne "Gut angelegt": www.gew-bw.de/gutangelegt.html

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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