Im September knapp 500.000 mal "schekker.de" angeklickt

(hib/SKE) Das Online-Magazin der Bundesregierung für Jugendliche "schekker.de" hat von 2002 bis 2008 insgesamt 866.962,96 Euro gekostet. Das geht aus der Antwort ([16/10987](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/109/1610987.pdf)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke ([16/10746](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610746.pdf)) hervor. Während die Kosten in den Jahren 2002 und 2003 jeweils noch unter 83.000 Euro lagen, sind sie bis 2008 nach Angaben der Regierung auf 255.633,50 Euro gestiegen. Eingeplant seien die Ausgaben im Etat des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Von 2002 bis Ende Oktober 2008 entfielen im Presse- und Informationsamt Personalkosten in Höhe von rund 160.000 Euro auf die Betreuung von "schekker.de".

02.12.2008 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Die Linksfraktion hatte die Reichweite, die Wirkung, die Zielrichtung und die Finanzierung des Onlineangebotes hinterfragt, das nach eigener Aussage "von Jugendlichen für Jugendliche" gestaltet wird. Mit dem Projekt komme die Bundesregierung dem Informationsgebot nach, heißt es in der Antwort. Die Beliebtheit des Projektes ist nach Angaben der Regierung über die Jahre gestiegen: Von durchschnittlich 50.000 Seitenaufrufen pro Monat bis 2004 sei die Zahl bis September dieses Jahres auf 462.766 gestiegen. Auf die Frage, warum die Autoren pro veröffentlichtem Text lediglich 25 Euro erhielten, antwortet die Regierung, dass es sich bei den Autoren nicht um hauptberufliche Journalisten handele. Die Vergütung solle "eine Anerkennung für einen erfolgreich verfassten Textbeitrag und einen Anreiz für junge Menschen, sich politisch zu interessieren" darstellen.

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